Zu Franz von Suppès 200. Geburtstag

Ausblick auf die Garser Suppè-Ausstellung samt Begleit-Publikation Am 18. April 2019 ist Franz von Suppès 200. Geburtstag, den das Garser „Zeitbrücke-Museum“, das unter anderem auch für seine Franz-von-Suppè-Gedenkstätte bekannt ist, mit einer eigenen Jubiläumsausstellung sowie einer Begleitpublikation feiern wird, die gemeinsam zahlreiche Archivalien, Bilder, Dokumente, Exponate und Fotografien zeigen sowie Fakten und Zusammenhänge darlegen werden, die …

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Über Franz von Suppès Ehen sowie seine Sarg- und Gars-Vorliebe

„Der Franzl von Gars“ Unter dieser respektlos klingenden Überschrift erschien am 15. August 1903 im „Neuen Wiener Journal“ ein ausführlicher Artikel über Franz von Suppès Leben und Werk, in dem seine beiden Ehen sowie sein Faible für Gars und Särge thematisiert werden. Der Autor erwähnt dabei Details über Suppés erste Ehe, die mir bislang unbekannt …

Karl Kraus über Suppès Operetten und Nestroy-Vertonung

Karl Kraus über deutschsprachige Operettentexte und Franz von Suppè Karl Kraus hat es besonders gefreut, dass Franz von Suppè, dessen „theatralisch gut gebauten, oft hinreißenden Operetten [...] »Boccaccio«, »Fatinitza«, »Donna Juanita«“ er geschätzt hat, Johann Nestroys „Tischlerlied“ vertont hat, das Kraus wiederholt selbst öffentlich vorgetragen hat, obwohl deutschsprachige Operetten-Texte oft (unfreiwillig) geeignet sind, dem Publikum Schamesröte …

Arthur Schnitzlers Insider-Porträt der Familie Suppé

Arthur Schnitzlers Verwandtschaft mit der Familie Suppé Arthur Schnitzlers Tante Pauline war mit Franz von Suppés Sohn, Peter, verheiratet, wodurch Arthur Schnitzler Cousin von Franz von Suppés Enkeln war. Darüber hinaus war Schnitzler bei der Anfang 1896 in der Wiener Votivkirche erfolgten Trauung von Franz von Suppés Enkelin Else mit (dem späteren Suppé-Biografen) Otto Keller …

Walter Minarz, Künstler und Fremdenverkehrsreferent

Zwischen 1948 und 1951 war der akademische Maler und Zeichenlehrer Walter Minarz (1909–1991), Sohn des langjährigen Garser Gemeindearztes Richard Minarz, als Fremdenverkehrsreferent hauptberuflich für die Professionalisierung und Förderung des Garser Fremdenverkehrs verantwortlich. Diese Tätigkeit war vermutlich nur seine zweite Wahl, nachdem er wegen seiner Mitgliedschaft bei SS und Waffen-SS um „Erlaubnis der Berufsausübung als frei …

Zum Gedenkjahr 2018: Richard Maux, ein weiterer „Herr Karl“

Bei meinen Recherchen für die vergangene „Stars in Gars“-Ausstellung habe ich mich wegen Andreas Okopenkos teils im Garser „Kinderlandverschickungslager Kamptalhof“ spielenden Roman „Kindernazi“ mit der äußerst fragwürdigen Biografie des Wiener Komponisten und Mittelschullehrers Richard Maux auseinandergesetzt, der zwar nach dem Anschluss die mit einem Hakenkreuz aufgemachte und dem „Führer“ Adolf Hitler gewidmete „Ostmark-Hymne“ veröffentlicht hat, …

Tarek Leitner und Peter Coeln über die Garserinnen „Hilde & Gretl“

Leitner und Coeln veröffentlichen 2018 ein Buch über die Garserinnen „Hilde & Gretl“ Nachdem der Fotograf Peter Coeln (Galerie „WestLicht. Schauplatz für Fotografie“) das Haus der „Schuster-Prinzessin“ Grete Höfler in Gars am Kamp, Rainharterstraße 100, gekauft hat, half ihm Tarek Leitner bei der Entscheidung, welche Zeitzeugnisse des umfangreichen Nachlasses von „Hilde & Gretl“ überliefernswert sind. …

Anton Ehrenbergers PowerPoint-Show zur „Stars in Gars“-Ausstellung

Im Rahmen der Finissage der erfolgreichen „Stars in Gars“-Ausstellung sowie der „Langen Nacht der Museen“ hat Anton Ehrenberger als Leiter des „Zeitbrücke Museums“ folgende „PowerPoint-Show“ zur „Stars in Gars“-Ausstellung gezeigt. Bei den Fotografien handelt es sich größtenteils um eine Auswahl aus dem reich bebilderten Ausstellungskatalog: „Stars in Gars. Schaffen und Genießen. Künstler in der Sommerfrische. …

Kalter Krieg und kühler Kamp

Im Herbst 1956 bekam der Osten Österreichs seine weltpolitische Randlage wieder deutlicher zu spüren. Die militärische Niederschlagung des Ungarnaufstandes senkte die Investitionsfreudigkeit in den an den Eisernen Vorhang grenzenden Regionen erneut. Zudem wurden damals die touristisch nachteiligen Nebenwirkungen der Kamptal-Kraftwerkskette wahrgenommen: Ausgerechnet während der Badesaison wies der Unterlauf des Kamps durch den gedrosselten Zufluss verminderten …

Fundstücke zum Künstler Karl Elleder

Der völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene Karikaturist und Illustrator Karl Elleder (1860 - 1941), dem ab 10. November 2017 im Rahmen der Ausstellung „Kinder und Bücher“ eine kleine Werkschau im „Zeitbrücke Museum“ gewidmet wird, dürfte seine spätere Wahlheimat Gars, wo seine Schwiegermutter, Therese Grasser, 1894 einen Villengrund (Manigfall 12, Horner Straße 212) erworben hat, …

André Hellers Wortmeldung gegen die „Kulturschande Tierleid“

KünstlerInnen gegen die Kulturschande Tierleid Am 22. November 1991 habe ich als Kulturreferent des „Grünen Klubs im Parlament“ für die Grüne Tierschutzsprecherin Madeleine Petrovic eine Pressekonferenz zum Thema „KünstlerInnen gegen die Kulturschande Tierleid“ organisiert, an der Manfred Deix, Gottfried von Einem, André Heller, Lotte Ingrisch sowie die BurgschauspielerInnen Götz von Langheim und Hilke Ruthner teilgenommen haben. Eingangs …

André Hellers karikierte Garser Korrespondenz

Nach dem Motto „Wer nicht wirbt, stirbt“ bemühte sich die Kamptal-Sommerfrische Gars Anfang der 1970er Jahre verstärkt um mediale Präsenz. Diese erhielt Gars im Frühjahr 1970 günstig, indem es nach der Ausstrahlung der populären deutsch-österreichisch-schweizerischen Samstagabend-Familien-Fernseh-Show „Wünsch-Dir-was“ die österreichische „Wünsch-Dir-Was“-Familie medienwirksam für zwei Wochen nach Gars einlud, weil deren Tochter in der Sendung den Wunsch …

Braune Wolkenkuckucksheime

Während des Zweiten Weltkrieges steigerten die teils privat, teils staatlich einquartierten Bombenflüchtlinge des Deutschen Reiches die Garser Nächtigungsziffern so beachtlich, dass im Jahr 1941 mit 75.508 Fremdenübernachtungen (1) der zweithöchste Wert seit dem Rekordjahr 1912 (77.200 Nächtigungen) erreicht wurde. Allerdings lassen sich die beiden Kennzahlen wegen der unterschiedlich großen Gemeindegebiete, nur eingeschränkt miteinander vergleichen, da …

Geliebte Kamptal-Sommerfrische: Trude Marziks zwiespältiges Gars-Porträt

Gars war das teils beneidete, teils angefeindete Zentrum der Kamptal-Sommerfrischen, weshalb jenes ambivalente Gars-Porträt interessant ist, das die 1923 geborene Schriftstellerin Trude Marzik, die zwischen 1933 und 1940 alle Sommerferien außer 1934 in Plank verbracht hat, in ihrer 1994 erschienenen Autobiografie „Geliebte Sommerfrische“ zeichnet: „Gars war unser beliebtestes Fahrziel. […] Gars war gegen Plank beinahe …

Niedergang und Neu-Aufschwung der Kamptal-Sommerfrische Gars-Thunau

Es war die Eisenbahn, der Gars seinen Aufstieg zur Sommerfrische verdankte, und aus vielerlei Gründen fuhren im Kamptal noch Dampflokomotiven, als andernorts längst nur noch Diesel- und Elektroloks zum Einsatz kamen. Als im September 1972 auch auf der Kamptalbahn die Ära der Dampflokomotiven endete, verlor Gars ein Stück Eisenbahnromantik, eine lieb gewonnene und vertraut gewordene …