Tarek Leitner und Peter Coeln über die Garserinnen „Hilde & Gretl“

Tarek Leitner und Peter Coeln veröffentlichen ein Buch über „Hilde & Gretl“, die in Gars am Kamp gewohnt und offenbar eine zeitgeschichtlich interessante Verlassenschaft hinterlassen haben. Nachdem der Fotograf Peter Coeln (Galerie „WestLicht. Schauplatz für Fotografie“) das Haus der „Schuster-Prinzessin“ Grete Höfler in Gars am Kamp, Rainharterstraße 100, gekauft hat, half ihm Tarek Leitner bei …

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Erfolgreiche Bemühungen um Susi Weigels Wieder-Sichtbarmachung

Nach Susi Weigels Tod am 21. Dezember 1990 wurden zwar die von ihr gestalteten Kinderbücher weiter weltweit in hoher Auflage verlegt, sie selbst geriet aber völlig in Vergessenheit, weshalb ich im Frühjahr 2005 anlässlich ihres nahenden 15. Todestages begann, mich an ihren Wirkungsstätten und –Städten (Bludenz und Wien) sowie im Web für eine Ausstellung und/oder …

Anton Ehrenbergers PowerPoint-Show zur „Stars in Gars“-Ausstellung

Im Rahmen der Finissage der erfolgreichen „Stars in Gars“-Ausstellung sowie der „Langen Nacht der Museen“ hat Anton Ehrenberger als Leiter des „Zeitbrücke Museums“ folgende „PowerPoint-Show“ zur „Stars in Gars“-Ausstellung gezeigt. Bei den Fotografien handelt es sich größtenteils um eine Auswahl aus dem reich bebilderten Ausstellungskatalog: „Stars in Gars. Schaffen und Genießen. Künstler in der Sommerfrische. …

Kalter Krieg und kühler Kamp

Im Herbst 1956 bekam der Osten Österreichs seine weltpolitische Randlage wieder deutlicher zu spüren. Die militärische Niederschlagung des Ungarnaufstandes senkte die Investitionsfreudigkeit in den an den Eisernen Vorhang grenzenden Regionen erneut. Zudem wurden damals die touristisch nachteiligen Nebenwirkungen der Kamptal-Kraftwerkskette wahrgenommen: Ausgerechnet während der Badesaison wies der Unterlauf des Kamps durch den gedrosselten Zufluss verminderten …

Fundstücke zum Künstler Karl Elleder

Der völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene Karikaturist und Illustrator Karl Elleder (1860 - 1941), dem ab 10. November 2017 im Rahmen der Ausstellung „Kinder und Bücher“ eine kleine Werkschau im „Zeitbrücke Museum“ gewidmet wird, dürfte seine spätere Wahlheimat Gars, wo seine Schwiegermutter, Therese Grasser, 1894 einen Villengrund (Manigfall 12, Horner Straße 212) erworben hat, …

André Hellers Wortmeldung gegen die „Kulturschande Tierleid“

Am 22. November 1991 habe ich als Kulturreferent des „Grünen Klubs im Parlament“ für die Grüne Tierschutzsprecherin Madeleine Petrovic eine Pressekonferenz zum Thema „KünstlerInnen gegen die Kulturschande Tierleid“ organisiert, an der Manfred Deix, Gottfried von Einem, André Heller, Lotte Ingrisch sowie die BurgschauspielerInnen Götz von Langheim und Hilke Ruthner teilgenommen haben. Eingangs wurde ein längerer Ausschnitt von …

André Hellers karikierte Garser Korrespondenz

Nach dem Motto „Wer nicht wirbt, stirbt“ bemühte sich die Kamptal-Sommerfrische Gars Anfang der 1970er Jahre verstärkt um mediale Präsenz. Diese erhielt Gars im Frühjahr 1970 günstig, indem es nach der Ausstrahlung der populären deutsch-österreichisch-schweizerischen Samstagabend-Familien-Fernseh-Show „Wünsch-Dir-was“ die österreichische „Wünsch-Dir-Was“-Familie medienwirksam für zwei Wochen nach Gars einlud, weil deren Tochter in der Sendung den Wunsch …

Braune Wolkenkuckucksheime

Während des Zweiten Weltkrieges steigerten die teils privat, teils staatlich einquartierten Bombenflüchtlinge des Deutschen Reiches die Garser Nächtigungsziffern so beachtlich, dass im Jahr 1941 mit 75.508 Fremdenübernachtungen (1) der zweithöchste Wert seit dem Rekordjahr 1912 (77.200 Nächtigungen) erreicht wurde. Allerdings lassen sich die beiden Kennzahlen wegen der unterschiedlich großen Gemeindegebiete, nur eingeschränkt miteinander vergleichen, da …

Geliebte Kamptal-Sommerfrische: Trude Marziks zwiespältiges Gars-Porträt

Gars war das teils beneidete, teils angefeindete Zentrum der Kamptal-Sommerfrischen, weshalb jenes ambivalente Gars-Porträt interessant ist, das die 1923 geborene Schriftstellerin Trude Marzik, die zwischen 1933 und 1940 alle Sommerferien außer 1934 in Plank verbracht hat, in ihrer 1994 erschienenen Autobiografie „Geliebte Sommerfrische“ zeichnet: „Gars war unser beliebtestes Fahrziel. […] Gars war gegen Plank beinahe …

Niedergang und Neu-Aufschwung der Kamptal-Sommerfrische Gars-Thunau

Es war die Eisenbahn, der Gars seinen Aufstieg zur Sommerfrische verdankte, und aus vielerlei Gründen fuhren im Kamptal noch Dampflokomotiven, als andernorts längst nur noch Diesel- und Elektroloks zum Einsatz kamen. Als im September 1972 auch auf der Kamptalbahn die Ära der Dampflokomotiven endete, verlor Gars ein Stück Eisenbahnromantik, eine lieb gewonnene und vertraut gewordene …

Geschichte und Vorgeschichte der Waldpension Gars

Von der wechselvollen Geschichte und Vorgeschichte der Garser Waldpension finde ich zwei Aspekte besonders interessant: 1.) Bauherr war 1895/96 der Wiener Stellfuhrwerksunternehmer Leopold Zehetgruber, der mit der populären Wiener Volkssängerin Leopoldine Kutzel verheiratet war. 2.) Seit Mitte der 1930er Jahre gehörte die Jahrhundertwende-Villa dem zeitgeschichtlich interessanten Ehepaar Gisela und Isidor Wozniczak, die als Sozialdemokraten (im Interesse …

Adam Müller-Guttenbrunns Reportage aus der aufstrebenden Kamptal-Sommerfrische Gars-Thunau

Knapp ein Jahrhundert lang geriet der Gars-Ausflug des Schriftstellers, Theaterdirektors und späteren Nationalrates Adam Müller-Guttenbrunn (1852–1923) in Vergessenheit, der seinen Rundgang durch „den freundlichen, historisch-interessanten Markt“ am 5. August 1905 unter dem Titel „Im Kamptale“ im „Neuen Wiener Tagblatt“ selbst dokumentiert hat (Im Kamptale, Seite 1, Im Kamptale, Seite 2, Im Kamptale, Seite 3). Im Mittelpunkt stand ein …

Literarische Weihen für die Kamptal-Sommerfrische Gars-Thunau

Ein literarischer Beleg für Gars’ wachsende Bekanntheit ist Karl Hans Strobls (1877–1946) Kriminalroman „Madame Blaubart“, der zwischen 22. Jänner und 6. April 1911 als tägliche Fortsetzungsgeschichte im „Neuen Wiener Tagblatt“ abgedruckt wurde. (1) Der Roman war so populär, dass er wiederholt in Zeitungen nachgedruckt, (2) als Buch aufgelegt und zwei Mal verfilmt wurde: Er war …