„Suppé oder Suppè?“

Zur Schreibweise des Familiennamens Suppè Die weit über ein Jahrhundert übliche französische Schreibweise des Familiennamens Suppè rührt von Suppès angeblich belgischer bzw. österreichisch-niederländischer Abstammung her, die ich 2019 zweifelsfrei widerlegen konnte. Der neue erstmals auf genealogischen Akten und Fakten fußende Forschungsstand bedingt die Rückbesinnung auf die amtlich verbürgte italienische Schreibweise des Familiennamens mit Accent Grave, …

Den Mimen flicht die Nachwelt Kränze

Marianne Wulf (1878-1944), Theater- und Film-Schauspielerin Der Gars-Aufenthalt der Theater- und Film-Schauspielerin Marianne Wulf, die im Juni 1900 gemeinsam mit ihrer Mutter Maximiliane Jutmann einige Tage in der Kamptal-Sommerfrische verbracht hat, hat mich motiviert, die wichtigsten Lebensdaten und -stationen dieser nahezu völlig in Vergessenheit geratenen Bühnen- und Filmdarstellerin zu recherchieren. Schließlich zählt Marianne Wulf neben dem …

Off-Topic: Zum Tod des Singer-Songwriters John Prine

„I hate graveyards and old pawnshops | For they always bring me tears | I can't forgive the way they robbed me | Of my childhood souvenirs …“ (John Prine: „Souvenirs“) Gestern ist der US-amerikanische Singer-Songwriter John Prine im Alter von 73 Jahren an den Folgen einer COVID-19-Infektion gestorben. Seine Lieder fanden vor allem bei seinen …

Vortrag beim Franz-von-Suppè-Round-Table in der „Österreich-Bibliothek“ der Universität Zadar

On Franz von Suppè’s ancestors and his early years at Zadar Mit einer dankbaren Verbeugung für Vladimir Haklik, mit dem ich hinsichtlich Franz von Suppè zwar nicht immer einer Meinung bin, dessen Anregungen und Einwände ich aber schätze. A few words on myself and my book on Suppè In April 2017 I published a book …

Neuerscheinung: Franz von Suppè (1819-1895). Mensch. Mythos. Musiker. Ehrenbürger von Gars

Information über die Bestell- und Entlehnmöglichkeiten Andreas Weigel: Franz von Suppè (1819-1895). Mensch. Mythos. Musiker. Ehrenbürger von Gars. Begleitpublikation zur Jubiläumsausstellung des Zeitbrücke-Museums Gars. Mit Beiträgen von Andreas Weigel, Anton Ehrenberger, Ingrid Scherney und Christine Steininger. 424 Seiten mit ca. 200 Abbildungen. (Gars) 2019. ISBN 978-3-9504427-4-8. Preis: 29.- Euro. Selbst zweihundert Jahre nach Franz von …

Fehler-Korrekturliste zu Andreas Weigels „Franz von Suppè: Grundriss einer grundlegend korrigierten Lebensgeschichte“ (S.14-281)

Was zu beweisen war: „Selbstredend wird auch meine Suppè-Arbeit Fehler, Schwächen und Unstimmigkeiten enthalten, aber anders als meine Vorgänger habe ich beachtliche Anstrengungen unternommen, Überliefertes zu überprüfen und neue Quellen zu erschließen, damit Suppès Leben und Werk nach zweihundert Jahren etwas weiter erhellt wird.“ (Andreas Weigel: „Franz von Suppè: Grundriss einer grundlegend korrigierten Lebensgeschichte“ (S.14-281, …

Franz von Suppès Vorfahren, väterlicher- und mütterlicherseits

Erste Einblicke in die am 5. Oktober 2019 erscheinende Franz-von-Suppè-Monografie Als der Leiter des Garser „Zeitbrücke-Museums“ Anton Ehrenberger Anfang 2018 beschloss, Franz von Suppès 200. Geburtstag mit einer Jubiläumsausstellung zu feiern, weil Suppè in den Jahren 1876 bis 1879 in Gars auf Sommerfrische war und dort anschließend bis zu seinem Tod, 1895, seinen Landsitz hatte, …

„Die Wahl-Garser Franz und Sofie von Suppè“

„Die Wahl-Garser Franz und Sofie von Suppè“ Im Jahr 1876 kommen Franz und Sofie von Suppè, die seit 1860 ein Paar und seit 1866 verheiratet sind, erstmals nach Gars, das diesen folgenreichen Aufenthalt dem Komponisten Richard Wagner verdankt. Denn Suppè wollte im August 1876 die ersten Bayreuther Festspiele besuchen, weshalb er für seine Gattin einen …

Karl Elleders Märchen „Die Waldfrau“ (1926)

Karl Elleder: „Die Waldfrau. Ein Märchen in Wort und Bild“ Der mehrere Jahrzehnte in Gars am Kamp wirkende Karikaturist und Kinderbuchautor Karl Elleder (1860-1941) veröffentlicht zumindest seit 1910 neben seinen Zeichnungen auch eigene Texte, die er zudem gewohnt gelungen illustriert. So erscheint 1910 „Das Waisenkind. Geschichte aus dem Insektenleben“, im Jahr 1912 „Der Schmied von …

Gut Ding braucht noch Weil‘ oder Von Mühl- und Meilensteinen

Franz von Suppè (1819-1895). Musiker. Menschenfreund. Ehrenbürger von Gars Die Veröffentlichung der Suppè-Monografie „Franz von Suppè (1819-1895). Musiker. Menschenfreund. Ehrenbürger von Gars. Mit Beiträgen von Andreas Weigel, Anton Ehrenberger, Ingrid Scherney und Christine Steininger“ verzögert sich noch einige Wochen, die aber das Warten wert sind, weil diese Suppè-Monografie grundlegende Korrekturen zu den bisherigen Biografien bietet, …

Uraufführung von Franz von Suppès Lied „Liebeswahn“ im Hofburgtheater (1840)

Franz von Suppè und Franz Liszt Die erste öffentliche Aufführung eines Suppè-Liedes fand nicht (wie bislang in sämtlichen Biografien behauptet) am 13. März 1840 im Musikverein statt, sondern bereits am 6. Februar 1840 und zwar an einem Ort und in einem Rahmen, die wirklich besonders bemerkenswert sind. Denn die Uraufführung von Suppès Lied „Liebeswahn“ erfolgte …

Zum 200. Geburtstag: Grundlegende Korrektur von Franz von Suppès Biografie

Grundlegend Neues über den vermeintlich bekannten Franz von Suppè Als der Leiter des Garser „Zeitbrücke-Museums“ Anton Ehrenberger Anfang 2018 beschloss, Franz von Suppès 200. Geburtstag mit einer Jubiläumsausstellung zu feiern, weil Suppè in den Jahren 1876 bis 1879 in Gars auf Sommerfrische war und dort anschließend bis zu seinem Tod, 1895, seinen Landsitz hatte, war …

Schau-Stücke der Jubiläumsausstellung „200 Jahre Franz von Suppè“

Erläuternde Texte zu ausgewählten Fotografien und Leihgaben aus den Beständen von Sofie von Suppès einstigem Suppè-Museum Der nachfolgende Beitrag enthält Anmerkungen zu jenen ausgewählten Bestandsstücken des „Wien Museums“, der „Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek“ sowie des „Zeitbrücke-Museums“, die zwischen 7. Juni 2019 und 6. Oktober 2019 im Rahmen der Suppè-Sonderaustellung im Garser Zeitbrücke-Museum zu sehen sind. …

Biografischer Abriss für die Sonder-Ausstellung des Zeitbrücke-Museums

Franz von Suppès Kurz-Biografie 200 Jahre nach Franz von Suppès Geburt war so überraschend wenig Verbrieftes über seine Vorfahren, Ehefrauen, Nachkommen, Verwandten und Lebensumstände bekannt, dass bei der Vorbereitung der Garser Jubiläumsausstellung und ihrer Begleit-Publikation zahlreiche Fragen und Widersprüche auftraten, die biografische Nachforschungen erforderlich machten, die wiederum massiv begründete Zweifel an vielen bisher überlieferten Lebensdaten …

Zeitungsbericht über das Suppé-Jubiläum 1881 (mit einem Garser Schmankerl illustriert)

„Wiener Allgemeine Zeitung“: „Das Suppé-Jubiläum“ (März 1881) Nächsten Samstag, den 5. März, werden vierzig Jahre voll, seit Franz v. Suppé zum erstenmale als Compositeur und Capellmeister in die Öffentlichkeit trat. Es geschah dies im Theater in der Josephstadt unter dem Director Franz Pokorny, welcher den damals kaum achtzehnjährigen [recte: 21 jährigen] Musiker als dritten Capellmeister …

Philipp Weils biographische Skizze als vorerst ältestes Franz-von-Suppè-Biogramm (1851)

„Oesterreichische Walhalla. Erste Abtheilung, die biographischen Skizzen von […] Suppé enthaltend“ Nur knapp ein halbes Jahr lang blieb der von mir entdeckte vom Journalisten Ferdinand Groß 1867 für die „Neue Wiener Theaterpost“ verfasste Artikel „Franz von Suppé: Biographische Skizze“ die früheste bekannte biografische Arbeit über Suppè. Denn heute habe ich ein noch wesentlich früheres Suppè-Biogramm …

Suppès weitaus frühere Bekanntschaft mit seiner späteren Ehefrau Therese Merville

Suppès erstes gedrucktes Lied: „An Emma“, nicht „Gefangen“ Zwischen 1838 und 1840 komponiert Suppè rund fünfzig Lieder, von denen das am 13. April 1839, fünf Tage vor seinem 20. Geburtstag, in Joseph Grüners Wochenzeitschrift „Lyra“ veröffentlichte Lied „Gefangen“ in den Suppè-Biografien fälschlich als sein erstes Lied vorgestellt wird, weil Keller dies in seiner Monografie behauptet …

Warum Franz von Suppès Operette „Boccaccio“ (höchstwahrscheinlich) keine Garser Komposition ist

Laut Theodor Giesraus glaubwürdiger Mitteilung an Franz Josef Brakl hat Suppè 1878 „kein Notenköpferl“ des „Boccaccio“ in Gars geschrieben Als Suppè im Juli 1879 seine Sommerfrische unterbricht und unangemeldet in seiner Wohnung im Carl-Theater übernachtet, vermutet sein Duz-Freund, der Theatersekretär Theodor Giesrau, dass in Suppès Wohnung Einbrecher wären und ruft die Polizei zu Hilfe. Der daraus resultierende, …

Erinnerung an den „liebenswürdigen Menschen und frohsinnigen Gesellschafter Suppé“ (1895)

Nachruf auf Franz von Suppè von einem seiner Schriftsteller-Freunde Der folgende Nachruf auf Franz von Suppè stammt von einem seiner Schriftsteller-Freunde und ist interessant, weil er statt des „gefeierten Componisten“ den „liebenswürdigen Menschen und frohsinnigen Gesellschafter Suppé“ beschreibt: „Im Kreise seiner guten Freunde machte es ihm manchmal Spaß, seine Genossen aufzufordern, mit ihm „ein Lied zu …

Ignaz Rainharter: „Die zwölf Monate. Ein Gemälde-Cyklus von Frau Olga Wisinger-Florian“

Olga Wisinger-Florians Gars-Verbindungen Leben und Werk der für ihre Landschafts- und Blumenbilder bekannten Malerin Olga Wisinger-Florian (1844-1926) sind mit Gars durch fünf mehrmonatige Aufenthalte in den Jahren 1888 bis 1892 verbunden. Auslöser dieser langjährigen Gars-Beziehung war ihr Hausherr der Wiener Realitätenbesitzer Ignaz Rainharter. Wisinger-Florians unveröffentlichte Tagebücher der Jahre 1888, 1889, 1890 und 1892 verraten viele …

Franz von Suppès Konzept für die aufstrebende Sommerfrische Gars

Interessant: Suppès Gedanken zu Gars Vor 200 Jahren wurde Franz von Suppè geboren. Sein Werk lebt weiter und sein lange brachliegender Nachlass findet in jüngster Zeit zunehmend mehr Interesse. So hat Suppè in seinem Garser Notizbuch, das im Rahmen der Garser Suppè-Jubiläumsausstellung als Leihgabe der „Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek“ zu sehen sein wird, sei es …

Hanna Daubergers Verbindung mit Franz von Suppè und dessen Schwieger-Enkel Adolf von Boog

Die Schriftstellerin Hanna Dauberger (1872-1957) berichtet in ihrer autobiografischen Anekdoten-Sammlung „Lauter Berühmtheiten und ich“ (1947) über ihre kindliche Begegnung mit Franz von Suppè, der Stammkunde der von ihrer Mutter geführten Trafik beim Carl-Theater war, und ihrem späteren Gars-Besuch, bei dem sie eine kuriose Szene vor Suppès Landhaus beobachtet hat. Vorsingen am Donaukanal Bereits in ihrer …

Suppè und das „Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde“

Franz von Suppès Bewerbung als Übungsdirektor für das „Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde“ Unbekannt war bislang übrigens die Tatsache, dass sich der 20-jährige Franz von Suppè 1839 als Übungsdirektor [Dirigent] für das „Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde“ [heute: „Universität für Musik und darstellende Kunst Wien“] beworben hat. Sein Bewerbungsschreiben ist - wie ich bei meinem Garser …

Vladimir Hakliks Funde zum Operetten-Komponisten Peter von Suppè

Peter von Suppès verborgen gebliebenen Lied- und Operetten-Kompositionen Im Anschluss an die jüngste Suppè-Veranstaltung der „Oper Burg Gars“, bei der der Suppè-Biograf Hans-Dieter Roser und ich über Franz von Suppès Leben, Werk und Wirkung gesprochen haben, hat mir der langjährige Bratschist der „Wiener Symphoniker“ Vladimir Haklik, der als eifriger Franz-von-Suppè-Forscher seit den 1990er Jahren etliche …

Biografisch besonders aufschlussreich: Franz von Suppès Vormerkkalender

Suppès verschlüsselte Liebes-Chronik Franz von Suppès „Vormerkkalender“ ist ein wertvolles autobiografisches Dokument des Komponisten, von dem bislang eher wenig verbrieftes autobiografisches Material bekannt war. Der Stempelaufdruck „Suppé-Museum Gars Invent. Nr. 1504“ gibt zu verstehen, dass dieses aufschlussreiche Dokument dem ersten Suppè-Biografen Otto Keller zugänglich war, der es aber von wenigen Ausnahmen abgesehen, für seine Ende …

Otto Keller über Sofie von Suppè und ihr verdienstvolles Suppè-Museum (1905)

Der jüngste Beitrag dieses Blogs ist Otto Kellers bislang unveröffentlichter Eintrag im „Fremden-Buch“ von Sofie von Suppès Garser Suppè-Museum. Sein vom 29. Mai 1905 vermutlich anlässlich Suppès zehntem Todestag verfasster Text wurde freundlicherweise von Sylvia Weber (Gars) und Christine Steininger (Wien) transkribiert, wofür ich beiden sehr herzlich danke. An alle Besucher des Suppè-Museums in Gars …

Otto Keller über Franz von Suppès angebliche Jugendzeit und Suppès „Requiem“ (1901)

Otto Keller: Ein Requiem von Franz von Suppé Am 21. December 1901 bringt die Wiener Singakademie unter der Leitung ihres Dirigenten Herrn Lafite ein Requiem von Franz von Suppé. Unwillkürlich wird sich jeder fragen, wie es denn möglich sei, dass der unvergessliche Meister der leichtgeschürzten Muse, der Schöpfer des „Boccaccio“, der „Fatinitza“, der „Zehn Mädchen …

Scheidungsvertrag der Eheleute Franz und Theresia von Suppé (1852)

Als erste selbständige Buch-Veröffentlichung über Franz von Suppè hat Otto Kellers 1905 veröffentlichte Monografie die weitere Suppè-Rezeption maßgeblich geprägt. Seine Publikation diente als Grundlage und Hauptquelle für die späteren selbständigen Monografien von Julius Kromer (1941), Otto Schneidereit (1977, 1982), Ingrid Scherney (2005) und Hans-Dieter Roser (2007). Das Meiste, was Keller geschrieben hat, wurde von den …

Heinrich von Littrow, der echte Textautor von Suppès „Boccaccio“-Hit „Hab‘ ich nur Deine Liebe“

Meine jüngste Nachforschung hat ergeben, dass der Liedtext von Franz von Suppès „Boccaccio“-Hit „Hab‘ ich nur Deine Liebe“ nicht von den beiden „Boccaccio“-Librettisten Zell und Genée, sondern von Suppès engem Freund, dem Reise-Schriftsteller, Kartografen und k. k. Fregatten-Kapitän Heinrich von Littrow (1820-1895) stammt, der das Gedicht bereits 1857 unter dem Titel „Liebe und Treue“ in …

Von meiner Schwierigkeit, einen kursorischen Abriss von Franz von Suppès Leben zu verfassen

Gängige Wissenschafts- und Forschungspraxis: Fakten predigen, Falschmeldungen verbreiten Bei meinen biografischen Recherchen zu Franz von Suppè musste ich besonders häufig feststellen, dass sich angebliche Fakten bei der Nachprüfung als völlig haltlos, falsch und substanzlos erwiesen haben. Dennoch wurden und werden diese Falschmeldungen nicht nur in den journalistischen Tages-, Wochen- und Monatsmedien, sondern sogar in Diplom- …

Ferdinand Pokornys Würdigung seines Lehrers und väterlichen Freundes Franz von Suppè

Ferdinand Pokorny, ein Suppè-Schüler Das nachfolgende Suppè-Porträt ist besonders interessant, weil es von Suppès Schüler und langjährigem Freund Ferdinand Pokorny (1846-1923) stammt, der Sohn von Suppès erstem Theaterdirektor Franz Pokorny und Bruder von Suppés zweitem Theaterdirektor Alois Pokorny war. Ferdinand Pokorny ist neben seiner Schwester Marie, die mit dem Journalisten Sigmund Schlesinger verheiratet war und …

Amtliche Einblicke in Suppès Wohn- und Familienverhältnisse zwischen 1846 und 1862

Suppès Wohn- und Familienverhältnisse zwischen 1846 und 1862 Bei den Recherchen nach der aus Gars am Kamp (Haus Nr. 45) stammenden Anna Mayer (1824-1897), mit der Franz von Suppè laut Melitta Riegler (2005), Ingrid Scherney (2005), Hans-Dieter Roser (2007) und Karl-Reinhart Trauner (2008) im Jahr 1848 eine uneheliche Tochter gezeugt haben könnte (siehe untenstehende Anmerkung), …

Theodor Giesrau: Äußerst wahrscheinlicher Urheber der „Fatinitza“- und „Boccaccio“-Anekdote

Theodor Giesrau, lange gesuchter Urheber der „Fatinitza“- und „Boccaccio“-Anekdote Suppès Schwieger-Enkelsohn, der Musikschriftsteller Otto Keller (1861–1928) berichtet in seiner 1905 veröffentlichten Suppè-Monografie, dass das Libretto der Operette „Fatinitza“ ursprünglich von Johann Strauss vertont werden sollte: „Über das weitere Schicksal der Arbeit, die nun „Fatinitza“ getauft wurde, erzählt der Sänger Franz Josef Brakl: „Im Spätherbst 1875 …

Erfundene Zitate oder: Vom traurigen Zustand der bisherigen Suppè-Forschung

In meiner Franz-von-Suppè-Monografie wollte ich heute jenes überschwängliche Lob zitieren, mit dem die Suppé-Monografen Julius Kromer (1941), Otto Schneidereit (1977, 1982) und Hans-Dieter Roser (2007) eigens betonen, dass Suppès Ouvertüre zu Karl Elmars Lustspiel „Dichter und Bauer“ 1846 selbst von strengen Musikkritikern in allerhöchsten Tönen gelobt worden wäre: „Dr. August Schmidt, der das Schaffen Suppés …

Curt von Zelaus frühes, oft anonym zitiertes Franz von Suppè-Porträt (1885)

Curt von Zelau: Die Wiener Operette. Plaudereien mit Komponisten und Librettisten. Im Juli 1885 hat der Schriftsteller Curt von Zelau (1847-1929) in der „Deutschen Revue“ seinen informativen Beitrag „Die Wiener Operette. Plaudereien mit Komponisten und Librettisten“ veröffentlicht, wofür er eigens deren führende Vertreter interviewt hat. Die Gespräche dienten als Grundlage seiner interessanten biografischen Porträts von …

Das Suppè-Museum. Nach Mitteilungen von Sofie von Suppè (1905)

Das Suppè-Museum. Nach Mitteilungen von Sofie von Suppè Mein seliger Gatte hat überraschenderweise eines Tages ein Bauernhaus in Gars erstanden. Das war so vor etwa 27 Jahren. Wir wohnten seitdem immer gerne da draußen, und die schönsten Erinnerungen von unserem Zusammenleben bewahre ich aus der Zeit, in der wir auf diesem Landsitze weilten. Natürlich wurde …

Ilario Carposios interessante Suppè-Fotografie (ca. 1880er Jahre)

Spannende Suppè-Fotografie des bedeutenden Fiumer Fotostudios Ilario Carposio Es ist merkwürdig, dass keine einzige Fotografie bekannt ist, auf der Suppè mit seiner zweiten Ehefrau Sofie zu sehen ist, obwohl beide wiederholt im Mittelpunkt gesellschaftlicher Ereignisse standen. Auch von Suppè und seinen Kindern und Kindeskindern existieren keine gemeinsamen Fotografien, wenn man von jener nachfolgend abgebildeten Aufnahme …

Korrekturen zu Franz von Suppès erfundenem belgischen Großvater

Zu Franz von Suppés 200. Geburtstag: erstmals amtlich verbriefte Lebensdaten Der akribische und äußerst aktenaffine Wiener Musikhistoriker Robert Franz Müller (1864-1933) hat 1926 in seinem biografisch aufschlussreichen Artikel „Vom Jungen Franz v[on] Suppè. Neues aus alten Landrechtsakten“ anhand der Vormundschaftsakten des Halbwaisen Franz von Suppè dargelegt, dass weder dessen Großvater noch Ur-Großvater aus Belgien bzw. …

Bernhard Buchbinders Besprechung des Garser Suppè-Museums (1900)

Aus der „Villa Boccaccio“. Erinnerung an Franz von Suppé von Bernhard Buchbinder Weit draußen im Waldviertel liegt, zwischen Bergen eingebettet, eine zierliche, kleine Ortschaft: Gars. Dahin hatte sich vor einem Vierteljahrhundert der Schöpfer der österreichischen Operette verirrt. Gars war damals ein Dorf, das nur wenige Bauernhütten zählte. Man reiste eine Ewigkeit, um dahin zu gelangen. …

Sigmund Schlesingers Erinnerungen an Franz von Suppè (1903)

Von Noten- und Totenköpfen oder: Aus dem Sarg nach Gars Unter der despektierlich klingenden Überschrift „Der Franzl von Gars“ hat der mit Franz von Suppè bekannte Schriftsteller und Journalist Sigmund Schlesinger (1832-1918) am 15. August 1903 anlässlich der 500-Jahr-Feier der Markt-Erhebung von Gars am Kamp nachfolgenden Artikel über Suppès Leben und Werk veröffentlicht, in dem er …

Sigmund Schlesingers Erinnerungen an Franz von Suppè (1908)

Zur Person Suppè und Schlesinger haben 1852 bei der Aufführung von „Das Beispiel“ zusammengearbeitet. Seit 1861 war Schlesinger mit Marie Pokorny (1838–1903) verheiratet. Sie war die Tochter von Suppès erstem Theaterdirektor Franz Pokorny und  die Schwester von Suppès zweitem Theaterdirektor Alois Pokorny. Sie wurde von Suppè im Gesang unterrichtet und trat immer wieder als Interpretin …

Sigmund Schlesingers Erinnerungen an Franz von Suppè (1910)

Zur Person Suppè und Schlesinger haben 1852 bei der Aufführung von „Das Beispiel“ zusammengearbeitet. Seit 1861 war Schlesinger mit Marie Pokorny (1838–1903) verheiratet. Sie war die Tochter von Suppès erstem Theaterdirektor Franz Pokorny und  die Schwester von Suppès zweitem Theaterdirektor Alois Pokorny. Sie wurde von Suppè im Gesang unterrichtet und trat immer wieder als Interpretin …

Karl Schreder: Suppé- und Anzengruber-Zimmer im städtischen Museum (1912)

Karl Schreder: Suppé- und Anzengruber-Zimmer im städtischen Museum (1912) Ganz in der Stille wurden vor wenigen Tagen im Städtischen Museum zwei kleine Zimmer eröffnet, welche wertvolle persönliche Reliquien aus dem Nachlasse Franz v[on] Suppés und Ludwig Anzengrubers enthalten. Durch die Uebertragung der Schubertiana in das Geburtshaus des Tondichters wurde in dem schon längst zu kleinen …

Das Suppézimmer in den städtischen Sammlungen (1908)

Das Suppézimmer in den städtischen Sammlungen (1908) Frau Sophie v[on] Suppé, die Witwe des Komponisten Franz v[on] Suppé, hat sich bereits vor einigen Jahren bereit erklärt, eine Reihe von Erinnerungsgegenständen, die sich auf das Leben und künstlerische Wirken ihres Gatten beziehen, der Stadt Wien als der Stätte seiner größten künstlerischen Triumphe zu widmen, und der …

Ein Suppé-Zimmer für das Museum der Stadt Wien (1902)

Ein Suppé-Zimmer für das Museum der Stadt Wien (Eine unbekannte Operette. - Die Originalpartituren. - Das Mobiliar.) Die Witwe des Componisten Franz v[on] Suppé, Frau Sophie v[on] Suppé, hat sich bekanntlich entschlossen, alle jene Gegenstände und Erinnerungszeichen, die sich auf das künstlerische Wirken ihres verstorbenen Gatten beziehen, und ferner die gesammte Einrichtung seines Arbeitszimmers der …

Johannes Schmal über Sofie von Suppès Garser Suppè-Museum (1897)

Johannes Schmal: Ein Suppé-Museum Gars, die freundliche Sommerfrische im Kampthale, hat eine interessante Sehenswürdigkeit erhalten, ein Suppé-Museum. Wie der melodienkundige Maestro schon in seinem langen Leben von den Göttern bevorzugt war, so ist er es auch nach dem Tode: Die Stadt Wien, deren Bürgerrecht ihm seinerzeit honoris causa verliehen worden war, hat ihn in einem …

Anton August Naaff: Beim Componisten des Boccaccio. Eine Sommererinnerung (1884)

Beim Komponisten des Boccaccio. Eine Sommererinnerung von Anton August Naaff Ich nenne ihn absichtlich und aus mehr als einem Grunde den Componisten des Boccaccio, den zur Zeit sicherlich in aller Welt populärsten Operetten-Componisten Franz v. Suppé, oder wie er recht und richtig heißt und sich in mein Taschenbuch mit seiner kräftigen charakteristischen Handschrift selbst einzeichnete: …

Constantin von Wurzbachs Darstellung von Franz von Suppès Leben, Werk und Wirken (Februar 1880)

Constantin von Wurzbachs 1880 im „Biographischen Lexikon des Kaiserthums Oesterreich“ veröffentlichter Artikel über Franz de Paula von Suppè ist nach dem nebenstehend abgelichteten, 1861 erschienenen Suppé-Artikel aus dem „Neuen Universal-Lexikon der Tonkunst für Künstler, Kunstfreunde und alle Gebildeten“ sowie der am 15. Oktober 1867 in der „Neuen Wiener Theaterpost“ erschienenen „Biographischen Skizze“ von Ferdinand Groß …

Neues zu Tarek Leitners „Hilde & Gretl“

Die nachfolgend zitierte Besprechung des vom ORF-Fernsehen massiv gepushten, inhaltlich äußerst enttäuschenden Buches des ZIB1-Moderators Tarek Leitner bringt auf den Punkt, woran Leitners „Hilde & Gretl“-Buch krankt: „Was leider in dem Buch kaum zu erfahren ist, wer Hilde und Gretl waren. Die Dinge in einen Kontext zu stellen – z.B. zum Leben der Frauen, in …

Fundstücke zur Beziehung zwischen Franz von Suppè und seiner zweiten Ehefrau Sofie Strasser. Eine Korrektur.

So vieles, was über Franz von Suppès Leben und Werk überliefert wurde, hat bei meinen Archiv- und Bibliotheksrecherchen der Nachprüfung nicht standgehalten, dass es nicht weiter überrascht, dass selbst das Wenige, was über den Beginn seiner Beziehung mit seiner zweiten Ehefrau Sofie Strasser berichtet wurde, der Korrektur bedarf. Die bisherigen Darstellungen beruhen größtenteils auf jenem Bericht, …

Presseinformation des „Zeitbrücke-Museums“ zum Suppè-Jahr 2019

Ausstellung und Buch-Publikation zu Franz von Suppè mit grundlegend neu erforschter, anhand amtlicher Dokumente verbriefter Biografie des Komponisten Vor 200 Jahren, am 18. April 1819, wurde Franz von Suppè geboren, der seinen Namen selbst stets „Suppè“ (Aussprache: „Suppbäh“) geschrieben hat, weshalb die aktuelle Namensschreibung jener des Komponisten folgt. In Gars am Kamp, wo Suppè in …

Hut ab vor dem akribischen Suppè-Forscher Robert Franz Müller

Der Wiener Musikwissenschaftler Michael Lorenz hat 2014 einen besonders informativen Beitrag über den Wiener Musikhistoriker „Robert Franz Müller and Beethoven's Third Will“ veröffentlicht. Darin fasst Lorenz Leben, Werk und Wirken von Robert Franz Müller (1864-1933) zusammen und erörtert, dass dieser verdiente Beethoven- und Schubert-Forscher, dessen akribischem Akten-Studium die Nachwelt grundlegende Korrekturen zu Suppès Biografie verdankt, …

Die falsche Gewissheit der bisherigen Suppè-Biografik

Abenteuerliche Erfindungen nebst unbelegten Behauptungen Meine Auseinandersetzung mit den Biografien über Franz von Suppè hat ergeben, dass ihnen selbst bei den einfachsten biografischen Angaben nicht über den Weg zu trauen ist. So wird beispielsweise einhellig berichtet, dass Franz von Suppès Mutter, Katharina, gemeinsam mit ihrem 16-jährigen Sohn im September 1835 [laut Landrechtsakten Oktober 1835] zu …

Tarek Leitner und Peter Coeln über die Garserinnen „Hilde & Gretl“

Leitner und Coeln veröffentlichen 2018 ein Buch über zwei Garserinnen Nachdem der Fotograf Peter Coeln (Galerie „WestLicht. Schauplatz für Fotografie“) das Haus der „Schuster-Prinzessin“ Grete Höfler in Gars am Kamp, Rainharterstraße 100, gekauft hat, half ihm Tarek Leitner bei der Entscheidung, welche Zeitzeugnisse des umfangreichen Nachlasses von „Hilde & Gretl“ überliefernswert sind. Das Ergebnis erscheint …

Endlich biografisch Verbrieftes zu der Sängerin Philippine von Edelsberg

Es ist stets aufs Neue erstaunlich, dass beispielsweise über eine musikhistorisch interessante Person, wie die bekannte Sängerin Philippine Edelsberg bislang so gut wie nichts Biographisches bekannt war und das Wenige, was überliefert wurde, sich als sehr fehler- und lückenhaft erwiesen hat. Meine Recherchen zu Franz von Suppès Verwandtschaft haben über seine jüngste Tochter Theresia / …

Alois Boczeks frühes Franz-von-Suppè-Porträt (1874)

Über Franz von Suppè waren aufgrund seiner Tätigkeit als Kapellmeister und Komponist zwar seit seinem Berufseinstieg regelmäßig zahlreiche Berichte und Meldungen in den Zeitungen zu lesen, doch ausführliche Porträts und Darstellungen ließen länger auf sich warten. Das frühest bekannte, detaillierte Porträt ist allem Anschein nach Suppès biographische Skizze von Ferdinand Groß, die 1867 in der …

Ferdinand Groß, Geburtshelfer zahlreicher haltloser Suppè-Legenden

Allem Anschein nach rührt der Großteil der zahlreichen haltlosen Suppè-Legenden (Suppès vermeintliche belgische und italienische Abstammung, seine angeblichen Jus- und Medizin-Studien, seine vorgebliche Verwandtschaft mit Gaetano Donizetti (1797-1848) usw. usf.) vom jungen Journalisten Ferdinand Groß (1849-1900) her, der am 15. Oktober 1867 in der „Neuen Wiener Theaterpost“ folgende biographische Skizze (samt launischer Nachschrift) über Franz von …

Zu Franz von Suppès 200. Geburtstag

Ausblick auf die Garser Suppè-Ausstellung samt Begleit-Publikation Am 18. April 2019 ist Franz von Suppès 200. Geburtstag, den das Garser „Zeitbrücke-Museum“, das unter anderem auch für seine Franz-von-Suppè-Gedenkstätte bekannt ist, mit einer eigenen Jubiläumsausstellung sowie einer Begleitpublikation feiern wird, die gemeinsam zahlreiche Archivalien, Bilder, Dokumente, Exponate und Fotografien zeigen sowie Fakten und Zusammenhänge darlegen werden, die …

Micky Maus dirigiert Franz von Suppès Ouvertüre „Leichte Kavallerie“ (1942)

Ein besonderer Augen- und Ohrenschmaus ist die gelungene Einspielung von Franz von Suppès Ouvertüre „Leichte Kavallerie“ durch Maestro Micky Maus (alias Mickey Mouse) und das „Entenhausener Symphonie-Orchester“ („Philharmonic-Symphony Society of Duckburg“). In Walt Disneys Zeichentrickfilm „Symphony Hour“ (1942) wird Suppès Ouvertüre „Leichte Kavallerie“ zwei Mal mit allen Schikanen aufgeführt: Einmal im Rahmen einer geglückten Generalprobe und …

Heimito von Doderers Gars-Woche

Den Eindruck, dass die Garser Hotel-Pensionen „primitiv“ (1) waren, hielt 1956 der Romancier Heimito von Doderer (1896-1966) in seinem Jahresnotizbuch fest. Dabei hatte er bei seinem Gars-Besuch den Vorteil, dass die stattlich wirkende Hotel-Pension, wo er zwischen 18. und 25. August 1956 logierte, seinem aus Gars stammenden Wiener Lieblingswirt Franz Blauensteiner gehörte, den und dessen …

Jüngste Funde korrigieren die Entstehungsgeschichte von Suppès „Boccaccio“

Franz von Suppé hat sich seit 1876 mit dem „Boccaccio“-Libretto beschäftigt Jüngste Fundstücke korrigieren die bisherige Entstehungsgeschichte von Franz von Suppès Operette „Boccaccio“. Der Komponist hat sich nicht erst 1878, sondern seit 1876 mit der Vertonung des „Boccaccio“-Librettos beschäftigt. Denn während die Suppè-Forschung bislang einhellig angenommen hat, dass Suppé das Libretto von F. Zell und …

Hat Franz von Suppè seinen „Boccaccio“ nachweislich in seiner Sommerfrische Gars komponiert?

Suppès Freunde Franz Josef Brakl und Theodor Giesrau widerlegen Sofie von Suppè Der mit Franz von Suppè befreundete Opern- und Operettensänger, Theaterdirektor und spätere Galerist Franz Josef Brakl (1854-1935) erwähnt in seiner bereits 1885/86, neun Jahre, vor Suppès Tod veröffentlichten Monografie „Moderne Spieloper“, die sich nachweislich in Franz von Suppès Bibliothek befunden hat, ausdrücklich, dass …

Karl Kraus über Suppès Operetten und Nestroy-Vertonung

Karl Kraus über deutschsprachige Operettentexte und Franz von Suppè Karl Kraus hat es besonders gefreut, dass Franz von Suppè, dessen „theatralisch gut gebauten, oft hinreißenden Operetten [...] »Boccaccio«, »Fatinitza«, »Donna Juanita«“ er geschätzt hat, Johann Nestroys „Tischlerlied“ vertont hat, das Kraus wiederholt selbst öffentlich vorgetragen hat, obwohl deutschsprachige Operetten-Texte oft (unfreiwillig) geeignet sind, dem Publikum Schamesröte …

Arthur Schnitzlers Insider-Porträt der Familie Suppè

Arthur Schnitzlers Verwandtschaft mit der Familie Suppè Arthur Schnitzlers Tante Pauline war mit Franz von Suppès Sohn, Peter, verheiratet, wodurch Arthur Schnitzler Cousin von Franz von Suppès Enkeln war. Darüber hinaus war Schnitzler bei der Anfang 1896 in der Wiener Votivkirche erfolgten Trauung von Franz von Suppès Enkelin Else mit (dem späteren Suppè-Biografen) Otto Keller …

Franz von Suppé, der Herzeigegast der Kamptal-Sommerfrische Gars

Der Komponist Franz von Suppé (1819–1895), der in den Jahren 1876 bis 1879 in Gars auf Sommerfrische war, wo er sich 1879 dank der „Fatinitza“- und  „Boccaccio“-Tantiemen einen Landsitz erwerben konnte, den er bis zu seinem Tod als Alternative zu seiner Wiener Wohnung geschätzt hat, ist neben dem Pop-Weltstar Falco (1957–1998), der sich im Herbst 1987 …

Walter Minarz, Künstler und Fremdenverkehrsreferent

Zwischen 1948 und 1951 war der akademische Maler und Zeichenlehrer Walter Minarz (1909–1991), Sohn des langjährigen Garser Gemeindearztes Richard Minarz, als Fremdenverkehrsreferent hauptberuflich für die Professionalisierung und Förderung des Garser Fremdenverkehrs verantwortlich. Diese Tätigkeit war vermutlich nur seine zweite Wahl, nachdem er wegen seiner Mitgliedschaft bei SS und Waffen-SS um „Erlaubnis der Berufsausübung als frei …

Niedergang und Neu-Aufschwung der Kamptal-Sommerfrische Gars-Thunau

Es war die Eisenbahn, der Gars seinen Aufstieg zur Sommerfrische verdankte, und aus vielerlei Gründen fuhren im Kamptal noch Dampflokomotiven, als andernorts längst nur noch Diesel- und Elektroloks zum Einsatz kamen. Als im September 1972 auch auf der Kamptalbahn die Ära der Dampflokomotiven endete, verlor Gars ein Stück Eisenbahnromantik, eine lieb gewonnene und vertraut gewordene …

Zum Gedenkjahr 2018

Richard Maux, ein weiterer „Herr Karl“ Bei meinen Recherchen für die vergangene „Stars in Gars“-Ausstellung habe ich mich wegen Andreas Okopenkos teils im Garser „Kinderlandverschickungslager Kamptalhof“ spielenden Roman „Kindernazi“ mit der äußerst fragwürdigen Biografie des Wiener Komponisten und Mittelschullehrers Richard Maux auseinandergesetzt, der zwar nach dem Anschluss die mit einem Hakenkreuz aufgemachte und dem „Führer“ …

Anton Ehrenbergers PowerPoint-Show zur „Stars in Gars“-Ausstellung

Im Rahmen der Finissage der erfolgreichen „Stars in Gars“-Ausstellung sowie der „Langen Nacht der Museen“ hat Anton Ehrenberger als Leiter des „Zeitbrücke Museums“ folgende „PowerPoint-Show“ zur „Stars in Gars“-Ausstellung gezeigt. Bei den Fotografien handelt es sich größtenteils um eine Auswahl aus dem reich bebilderten Ausstellungskatalog: „Stars in Gars. Schaffen und Genießen. Künstler in der Sommerfrische. …

Kalter Krieg und kühler Kamp

Im Herbst 1956 bekam der Osten Österreichs seine weltpolitische Randlage wieder deutlicher zu spüren. Die militärische Niederschlagung des Ungarnaufstandes senkte die Investitionsfreudigkeit in den an den Eisernen Vorhang grenzenden Regionen erneut. Zudem wurden damals die touristisch nachteiligen Nebenwirkungen der Kamptal-Kraftwerkskette wahrgenommen: Ausgerechnet während der Badesaison wies der Unterlauf des Kamps durch den gedrosselten Zufluss verminderten …

Fundstücke zum Künstler Karl Elleder

Karl Elleder (1860 - 1941) Der völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene Karikaturist, Illustrator und Schriftsteller Karl Elleder (1860 - 1941), dem ab 10. November 2017 im Rahmen der Ausstellung „Kinder und Bücher“ eine kleine Werkschau im „Zeitbrücke Museum“ gewidmet wird, dürfte seine spätere Wahlheimat Gars, wo seine Schwiegermutter, Therese Grasser, 1894 einen Villengrund (Manigfall …

André Hellers Wortmeldung gegen die „Kulturschande Tierleid“

KünstlerInnen gegen die Kulturschande Tierleid Am 22. November 1991 habe ich als Kulturreferent des „Grünen Klubs im Parlament“ für die Grüne Tierschutzsprecherin Madeleine Petrovic eine Pressekonferenz zum Thema „KünstlerInnen gegen die Kulturschande Tierleid“ organisiert, an der Manfred Deix, Gottfried von Einem, André Heller, Lotte Ingrisch sowie die BurgschauspielerInnen Götz von Langheim und Hilke Ruthner teilgenommen haben. Eingangs …

André Hellers karikierte Garser Korrespondenz

Nach dem Motto „Wer nicht wirbt, stirbt“ bemühte sich die Kamptal-Sommerfrische Gars Anfang der 1970er Jahre verstärkt um mediale Präsenz. Diese erhielt Gars im Frühjahr 1970 günstig, indem es nach der Ausstrahlung der populären deutsch-österreichisch-schweizerischen Samstagabend-Familien-Fernseh-Show „Wünsch-Dir-was“ die österreichische „Wünsch-Dir-Was“-Familie medienwirksam für zwei Wochen nach Gars einlud, weil deren Tochter in der Sendung den Wunsch …

Braune Wolkenkuckucksheime

Während des Zweiten Weltkrieges steigerten die teils privat, teils staatlich einquartierten Bombenflüchtlinge des Deutschen Reiches die Garser Nächtigungsziffern so beachtlich, dass im Jahr 1941 mit 75.508 Fremdenübernachtungen (1) der zweithöchste Wert seit dem Rekordjahr 1912 (77.200 Nächtigungen) erreicht wurde. Allerdings lassen sich die beiden Kennzahlen wegen der unterschiedlich großen Gemeindegebiete, nur eingeschränkt miteinander vergleichen, da …

Geliebte Kamptal-Sommerfrische: Trude Marziks zwiespältiges Gars-Porträt

Gars war das teils beneidete, teils angefeindete Zentrum der Kamptal-Sommerfrischen, weshalb jenes ambivalente Gars-Porträt interessant ist, das die 1923 geborene Schriftstellerin Trude Marzik, die zwischen 1933 und 1940 alle Sommerferien außer 1934 in Plank verbracht hat, in ihrer 1994 erschienenen Autobiografie „Geliebte Sommerfrische“ zeichnet: „Gars war unser beliebtestes Fahrziel. […] Gars war gegen Plank beinahe …

„Prager Frühling“ bringt Waldviertler Sommerfrischen zum (Ver)Blühen

Auswirkungen des „Prager Frühlings“ sowie seiner Niederschlagung auf die Kamptal-Sommerfrische Gars-Thunau In den 1960er Jahren wurde wieder vermehrt in die Garser Infrastruktur investiert. 1960 wurde mit dem Bau der neuen Kamptal-Bundesstraße begonnen, deren Verlauf die architektonische Einheit und Wirkung des Hauptplatzes stark veränderte, indem sie diesen in einen kirchenseitigen und einen brunnenseitigen Teil zerschnitt. Die …

Geschichte und Vorgeschichte der Waldpension Gars

Von der wechselvollen Geschichte und Vorgeschichte der Garser Waldpension finde ich zwei Aspekte besonders interessant: 1.) Bauherr war 1895/96 der Wiener Stellfuhrwerksunternehmer Leopold Zehetgruber, der mit der populären Wiener Volkssängerin Leopoldine Kutzel verheiratet war. 2.) Seit Mitte der 1930er Jahre gehörte die Jahrhundertwende-Villa dem zeitgeschichtlich interessanten Ehepaar Gisela und Isidor Wozniczak, die als Sozialdemokraten (im Interesse …

Adam Müller-Guttenbrunns Reportage aus der aufstrebenden Kamptal-Sommerfrische Gars-Thunau

Knapp ein Jahrhundert lang geriet der Gars-Ausflug des Schriftstellers, Theaterdirektors und späteren Nationalrates Adam Müller-Guttenbrunn (1852–1923) in Vergessenheit, der seinen Rundgang durch „den freundlichen, historisch-interessanten Markt“ am 5. August 1905 unter dem Titel „Im Kamptale“ im „Neuen Wiener Tagblatt“ selbst dokumentiert hat. Im Mittelpunkt stand ein Besuch beim Garser Langzeit-Bürgermeister, Julius Kiennast, mit dem Guttenbrunn Fragen des Fremdenverkehrs, …

Literarische Weihen für die Kamptal-Sommerfrische Gars-Thunau

Ein literarischer Beleg für Gars’ wachsende Bekanntheit ist Karl Hans Strobls (1877–1946) Kriminalroman „Madame Blaubart“, der zwischen 22. Jänner und 6. April 1911 als tägliche Fortsetzungsgeschichte im „Neuen Wiener Tagblatt“ abgedruckt wurde. (1) Der Roman war so populär, dass er wiederholt in Zeitungen nachgedruckt, (2) als Buch aufgelegt und zwei Mal verfilmt wurde: Er war …

„Stars in Gars“-Leporello (ORF, Ö1) zum Wiederhören. Gehört gehört, oder?

Im Rahmen der Ö1-„Leporello“-„Sommerreprisen“ wird der achtminütige Radio-Beitrag über die aktuelle „Stars in Gars“-Ausstellung kommenden Montag (17. Juli 2017) zwischen 7:52 und 8:00 Uhr auf Ö1 erneut ausgestrahlt. Wiederzuhören sind Interviews mit dem seit einigen Jahren in Gars lebenden Künstler-Ehepaar Otto Lechner und Anne Bennent, dem Leiter des Zeitbrücke-Museums Anton Ehrenberger, der die „Stars in …

Karl Süß: „Gars. Eine geschichtliche Skizze“

Unter dem Titel „Gars. Eine geschichtliche Skizze“ hat der Oberlehrer Karl Süß aus Reinprechtspölla im Februar und März 1917 im „Boten aus dem Waldviertel“ einen dreiteiligen Beitrag (1. Februar 1917, 15. Februar 1917, 1. März 1917) veröffentlicht, in dessen Schlussteil er behauptet, dass Gars „jetzt“ „zu einer der beliebtesten und besuchtesten Sommerfrischen Niederösterreich“ geworden wäre. …

Karl Elleders Butziwackel-Illustrationen wiederveröffentlicht (Gratis-E-Book)

Seit Jahresbeginn 2017 ist das vom Wahl-Garser Karikaturisten und Zeichner Karl Elleder illustrierte Kinderbuch „Max Butziwackel der Ameisenkaiser“ des italienischen Schriftstellers und Journalisten Luigi Bertelli (Pseudonym: Vamba) als Gratis-E-Book downloadbar. Zudem enthält Wikipedia einen ausführlichen Artikel über Bertellis als „Buch für Kinder und große Leute“ gedachten Max Butziwackel, das allein wegen der Elleder-Zeichnungen sehenswert ist. Ein Lektoratsgutachten …

Weitere Puzzle-Steinchen zur Geschichte des Thunauer Hotels

Dieser Tage konnte ich weitere Puzzle-Steinchen zur lückenhaften Geschichte des Thunauer Terrassen-Hotels zusammentragen, die meine bisherigen Recherche-Ergebnisse (1) abrunden. Maßgebliche Besitzverhältnisse des Thunauer Terrassen-Hotels (1893-1935) um 1893: Ernestine Šimunek, um 1901: Marie Frischauf, um 1917: Ignaz und Anna Dworschak, um 1925: Ignaz und Anna Hofer (vormals Dworschak), um 1933: Karl und Hildegard Endres, seit 1935: Franz …

Zur Geschichte des Hotel Kamptalhof

Selbst in seriösen Buch-Publikationen über die Kamptal-Sommerfrische Gars-Thunau war und ist im Zusammenhang mit der Geschichte des Hotel Kamptalhof zu lesen, dass dieses seit den 1960er bzw. 1970er Jahren durchgehend geschlossen gewesen und erst Ende der 1980er Jahre von Willi Dungl erneut in Betrieb genommen worden wäre. Während diese Behauptungen allein aufgrund meiner eigenen Zeitzeugenschaft …

Josef Leopold Pick: Zeitgeschichtlich interessanter Garser Villenbesitzer

Ein weiterer historisch interessanter, aber bislang völlig vernachlässigter Garser Villenbesitzer war der Wiener Hoflieferant Josef Leopold Pick (1851–1917), der sich im Oktober 1900 in Manigfall (Nr. 25, Horner Straße 225) eine Villa gekauft hat, die er Anfang 1910 an Paula Lang, die Mutter des später weltberühmten Stumm- und Tonfilmregisseurs Fritz Lang, verkauft hat. Durch Inserate …

Todbringender Kamp

Die größte Gefahr für Leib und Leben bestand während der Sommerfrische beim Baden, Kahnfahren und Schwimmen, worüber es in jeder Badesaison zahlreiche Medienberichte gab, ohne die wir beispielsweise kaum wüssten, dass der Maler und Grafiker Gottfried Lorenz (1860–1928) im Juli 1910 in Gars war, wo er nur mit Müh und Not am Leben geblieben ist: „Kürzlich …

Interessante Zeit-Zeugnisse: Anna Gräffs private Promi-Gästebücher

Die Wahl-Garserin Anna Gräff, die 1972 von Ziersdorf nach Gars übersiedelt ist, wo sie zuerst im „Hotel Kamptalhof“ und später bei Dungl gearbeitet hat, war während der Arbeit als „die Frau Anni“ bekannt. Von 1989 bis zu ihrer Pensionierung Anfang 2014 hat sie mehrere private Gästebücher geführt, die inzwischen interessante Zeit-Zeugnisse geworden sind, da sie …

Vergnügungszüge ins Kamptal

Ab Juli 1889 konnte man Gars direkt mit der Kamptalbahn erreichen, wodurch sich die Fahrzeit ab Wien auf zweieinhalb Stunden verkürzte und die Anreise in die Sommerfrische nicht nur schneller und komfortabler, sondern auch preiswerter wurde. Die neue Bahnstation Gars-Thunau war über Herzogenburg mit der Westbahn sowie über Hadersdorf und Sigmundsherberg mit Wien verbunden, weshalb …

Schlechtwetterprogramm: Sommertheater

Um 1900 mussten Sommerfrische-Gemeinden ihren Gästen mit Ausstellungen, Konzerten, Lesungen sowie Sprech- und Musiktheateraufführungen ein kulturelles Unterhaltungsprogramm vor Ort anbieten, da es noch keine immer und überall abrufbaren Unterhaltungsmedien gab, wie sie uns heute dank unterschiedlichster medialer Konservenbüchsen (Schallplatten, Radio, Fernsehen, CDs, BDs sowie die breite Angebotspalette des Internets) gleichsam urbi und orbi zur Verfügung …

Zum Bade drängt, am Bade hängt doch alles

Eine besondere Begegnungszone war der Kamp, wo der Gästeandrang mitunter so groß war, dass zwischen Fischern, Schwimmern und Kahnfahrern Konflikte entstanden. (1) Schließlich war der Kamp, dessen Fließgeschwindigkeit im Raum Gars durch mehrere Wehren so verlangsamt wurde, dass das Wasser im Sommer eine behagliche Temperatur erreichte, die den Badenden wohltuende Erfrischung bot, das unbestrittene Um …

Kamptalhof steigert Selbstbewusstsein der Sommerfrische Gars am Kamp

Am 12. Juli 1913 wurde im „Garser Saison-Blatt“ ein für die Sommerfrische Gars und die gesamte Region bedeutendes Hotelprojekt angekündigt: „Der ergebenst Gefertigte bringt zur freundlichen Kenntnis, daß er das ‚Hotel Bruckmüller‘ käuflich erworben hat und mit 15. September [1913] übernehmen wird. Während der Herbst- und Wintermonate erfolgt ein vollständiger Umbau des Hauses, und es …

Verbriefte Lebensdaten des in Gars am Kamp verstorbenen Wandertheater-Direktors Paul Löwinger (1844-1913)

Der am 10. April 1844 in Sobotište (heute Westslowakei, damals Königreich Ungarn) nahe der mährischen Grenze im damaligen Komitat Neutra geborene Schauspieler Paul Löwinger ist am 24. August 1913 „nach kurzer Krankheit“ „im 70. Lebensjahre“ in der Sommerfrische Gars am Kamp verstorben, wo er am 26. August 1913 begraben wurde. Entgegen weitverbreiteter Darstellungen hießen seine Eltern …

Musikerprominenz in der Kamptal-Sommerfrische Gars

Während der Zwischenkriegszeit wurde Gars wieder eine beliebte, gut besuchte Sommerfrische, was auch durch die Wiederkehr früherer Sommergäste bestätigt wurde: Im Juni 1925 kam beispielsweise der Arnold-Schönberg-Meisterschüler Hanns Eisler gemeinsam mit seiner damaligen Frau, der Sängerin und Gesangslehrerin Charlotte Eisler, in die Sommerfrische seiner Kindheit zurück. Das Phänomen, dass Menschen im Alter häufig an jene …

Sommerfrische, ein nostalgisches Wort?

Der anmutige Begriff Sommerfrische, in dem wärmender Sonnenschein und kühlender Schatten verheißungsvoll vereint sind, ist deutlich jünger als das Phänomen, das er beschreibt. Schließlich fliehen seit jeher viele jener, die es sich beruflich, zeitlich und finanziell leisten können, während der heißeren Jahreszeit für mehrere Wochen und Monate aus der stickig-brütenden Stadt auf das mildere Land. …

Literarisches zum freien Spiel der Kräfte

„Das freie Spiel der Kräfte“, das sich wegen des nahenden Wahl-Kampfes wieder breiterer Beliebtheit erfreut, wird von Anton Kuh in seinem Nachruf auf jenen umstrittenen, christlich-sozialen Politiker Hermann Bielohlawek (1861–1918), der zwischen 1897 und 1918 ein prominenter Garser Stammgast war, anschaulich thematisiert: „An die Stelle des Backhendel- trat der Bierkrügelwiener, an die Stelle des heiteren Gesellen …

Hermann Bielohlaweks Gars-Aufenthalte

Ein prominenter Garser Stammgast war der christlich-soziale Politiker Hermann Bielohlawek (1861–1918), der zumindest seit 1897 zuerst als Wiener Bezirkspolitiker und niederösterreichischer Landtagsabgeordneter, später als Mitglied des Landesausschusses, (1) wo er zwischen 1905 und 1918 für „die gesamte Sozialwohlfahrt Niederösterreichs […] sowie die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung des Kleingewerbes“ (2) ressortzuständig war, in Gars wiederholt als …

Zu Hans Wollschlägers zehntem Todestag (17. März 1935 – 19. Mai 2007)

Ansehen und Ruhm hat Hans Wollschläger durch seine Übersetzung des „Ulysses“ von James Joyce erlangt. Bis dahin war Wollschläger allenfalls als Geheimtipp bekannt: wegen seiner 1965 erschienenen Rowohlt-Monografie über Karl May, wegen seiner engagierten Reden gegen die beiden christlichen Kirchen („Die Gegenwart einer Illusion“) sowie wegen seiner mustergültigen Geschichte der Kreuzzüge („Die bewaffneten Wallfahrten gen …

Zur lückenhaften Geschichte des Thunauer Terrassen-Hotels

Das bislang früheste öffentlich zugängliche Dokument zur Geschichte des Thunauer Terrassen-Hotels ist das folgende - am 23. Juli 1900 veröffentlichte - Versteigerungsedikt, das keinen Zweifel über den Widmungszweck („Hotel, complet eingerichtet“) lässt: „Vom k. k. Bezirksgerichte Horn wird zur Vornahme der freiwilligen Versteigerung der nachstehenden Liegenschaften […] Haus Nr. 8 in Thunau (Hotel, complet eingerichtet) …

Ausstellender Künstler: Jochen Sengseis

Jochen Sengseis Busserlzug, 2017 (Keramik) Suppé – Boccaccio, 2017 (Keramik) Metropolis, 2017 (Keramik) Dritter Anschlag auf die Hitler-Eiche, 2017 (Keramik) 1.) Busserlzug: Im Jahre 1889 wurde die Kamptalbahn mit der Station Gars-Thunau eröffnet. Mit dieser Innovation setzte der Sommerfrischetourismus ein. Es gehörte zum guten Ton, Ehefrauen mit Kindern samt Dienstboten in den Sommermonaten aufs Land zu schicken, währenddessen die …

Ausstellende Künstlerin: Ulrike Schwach

Ulrike Schwach   Briefmarken-Sonderedition Nr. 1–4 / Sommerfrische Gars am Kamp, 2017 (Digitaldruck auf Papier) Die Grundlage der Briefmarken-Serie bilden Zitate aus dem Buch „Geliebte Sommerfrische“ der Schriftstellerin Trude Marzik (1923–2016), die schon als Kind und auch später in ihrem Leben die Sommerfrische im Kamptal verbrachte. Sie beschreibt in ihrem Buch detailgenau ihre persönlichen Erlebnisse im …

Ausstellende Künstlerin: Tanja Münichsdorfer

Tanja Münichsdorfer Installation mit Gefäßen/Flaschen, Wasser des Kamp & Porträts berühmter Garser Sommergäste (Tisch, Gefäße, Flaschen, Porträtfotos, Kampwasser) Auf einem Tisch der Jahrhundertwende – aus dem Garser Zeitbrücke-Museum – greift eine Installation aus diversen historischen Gefäßen, Gläsern und Flaschen in den Raum. Porträts berühmter Garser Sommergäste, die Ort und Fluss um die Jahrhundertwende und später …

Ausstellender Künstler: Gregor Reinberg

Gregor Reinberg Zur künstlerischen Technik und Idee Ursprung dieser Arbeit war eine spontane Assoziation beim Betrachten des alten Hauptgebäudes des Kampbades in Gars-Thunau. Die weiß-roten Streifen der Fassade haben mich unmittelbar an ein Stück von J. S. Bach für Solovioline, das ich immer wieder im Konzert gespielt habe, denken lassen. In diesem Video treten das …

Ausstellende Künstlerin: Crenguta Mitrofan

Crenguta Mitrofan Childhood, 2017 (Buntstift auf Papier, 30 x 43cm) The lightness of love and its observers, 2016 (Buntstift auf Papier, 43 x 70 cm) Der später weltberühmte Maler Friedensreich Hundertwasser verbrachte während seiner Horner Gymnasial- und Internatszeit die Wochenenden bei seiner Mutter in der Pension Schuster, Thunau, wo er ab 18. September 1945 gemeldet …

Ausstellender Künstler: Gregor Kremser

Gregor Kremser In der Zwischenkriegszeit erlebte Gars eine Renaissance der Sommerfrische. Nicht zuletzt die zahlreichen Kampbäder mit ihrer typischen meist in ROT WEISS ROT gehaltenen Farbgebung, zeugen bis heute von dieser Ära. Das alte Kampbad am Thunauer Ufer ist ein Beispiel dafür. Als Treffpunkte von gesellschaftlicher Relevanz wurden sie nach dem Anschluss Österreichs an das …

Ausstellende Künstlerin: Katharina Klik

Katharina Klik   kur_ios, 2017 (Holz, Acryl, Öl, Lack, Papier, Wolle, Garn, 30x42cm) kür-zlich, 2017 (Holz, Acryl, Öl, Lack, Papier, Wolle, Garn, 30x42cm) Zur künstlerischen Technik und Idee Die Begriffe Kur und Kür werden thematisch miteinander durch Sammlungen und Vernetzen von Künstlern, Kurbehandlungen, Kunstwerken verschränkt. Die Arbeiten verstricken die aufgegriffenen Themen im Stil von Puzzles, …

Ausstellende Künstlerin: Astrid Hofstätter

Astrid Hofstätter Badelust 1, 2005 (60x80 cm) Badelust 2, 2005 (70x90 cm) Die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion pendelnden Bilder Astrid Hofstätters sind eine Mischung aus Malerei, Zeichnung und Collage. Gestischer Duktus trifft auf reduzierte, klar gesetzte Linien. Abstrakter Farbfluss verbindet sich mit Zeichnung, Collageteilen oder Stempeldruck. Häufig wiederkehrende Bildmotive sind gestisch gezeichnete Frauenfiguren: Lilith, Catwoman, …

Ausstellender Künstler: Christian Gmeiner

Christian Gmeiner Phantasien im Busserlzug, 2016 (Aquarell, 28 x 38cm) Konfrontation am Strand, 2001 (Eitempera auf Leinwand, 30 x 50cm) ohne Titel, 2016 (Tuschezeichnung, Aquarell, 20 x 30cm) Gestrandete Ballerina, 2016 (Tusche/Aquarell, 21 x 30cm) Liegende, 2016 (Tusche laviert, 21 x 30cm) Das Arbeiten in Serien und phasenweise in unterschiedlichen Formaten verweist auf weitere existentielle …

Ausstellender Künstler: Anton Ehrenberger

Anton Ehrenberger   Die Poesie der Zeitlichkeit, 2017 (Fotoserie) Stürmische Zeiten, 2017 (Acryl auf Leinwand, 60x80cm) Anton Ehrenberger beschäftigt sich im Rahmen der Ausstellung anhand zweier Beiträge mit dem Phänomen der Vergänglichkeit: "Die Fotoserie 'Die Poesie der Endlichkeit' ist Teil einer Dokumentation zum Terrassen-Café in Thunau. Die Geschichte dieses Hauses wird im Katalog ausführlich behandelt. …

Ausstellende Künstlerinnen: Eggy und Jackyl White

Eggy [= Barbara Margarethe Eggert] und Jackyl White [= Victoria Braith] „Ein Traum von der Sommerfrische“ und stammt von Eggy [= Barbara Margarethe Eggert] (Idee, Szenario und Text) und Jackyl White [= Victoria Braith] (Zeichnungen). Maggie McFearsome und ihr Freund Arnold sind die Protagonist_innen einer Graphic Novel (Genre: Fantastic-Romantic Comedy), die gleichzeitig im San Francisco …

Ausstellende Künstlerin: Gabriele Ebmer

Gabriele Ebmer Der Titel spielt auf die Textzeile Hermann Hesses aus dem Gedicht „Stufen“ – „Und jedem Anfang liegt ein Zauber inne …“ – in Verschränkung mit Bertolt Brechts Zeile „Der Schoß ist noch fruchtbar, aus dem das kroch …“ aus dem Stück „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ an. Parallel zum Bild präsentiert Gabriele …

Ausstellende Künstlerin: Dalia Blauensteiner

Dalia Blauensteiner Bloße Erinnerung, 2016 (Acryl auf Leinwand, 100 x 130 cm) Die Reise, 2017 (Öl auf Leinwand, 100 x 130 cm) Das Thema Unterwegssein wurde vielfach in der Kunst dargestellt. Reiseberichte und -schilderungen geben uns Erfahrungen des Reisens aus früheren Zeiten wieder. Als moderner Reise-Schriftsteller ist z. B. Bruce Chatwin („Traumpfade“, „Der Traum des …

„Auf der Suche nach Sommerfrische“

Im Sommer 1978 war Sibylle Zehle für die bundesdeutsche Wochenzeitschrift „Die Zeit“ in Gars in Kamp  „Auf der Suche nach Sommerfrische“. Schon damals half Anton Schrammel JournalistInnen bei ihren Vor-Ort-Recherchen und vertrieb mitunter auch die eine und andere haltlose Legende, etwa dass Gars nach Baden die führende niederösterreichische Sommerfrische gewesen wäre: „Ein Hauch von Sehnsucht …

Plakat „Stars in Gars“-Jahresausstellung

Nach dem Vernissagen-Plakat wird dieser Tage das Dauer-Plakat zur laufenden „Stars in Gars“-Ausstellung affichiert: Jahresausstellung 2017. Stars in Gars. Schaffen und Genießen. Künstler in der Sommerfrische. Arbeiten der Gruppe „raumgreifend“ und reich bebilderter Katalog zur Ausstellung mit Andreas Weigels „Geschichte der Sommerfrische Gars von ihren Anfängen bis zur Gegenwart“. Zeitbrücke-Museum. Gars am Kamp, Kollergasse 155. Öffnungszeiten: Sa, So …

Brettl-Diva Leopoldine Kutzel schachtle in Gars am Kamp Sommerfrischegäste ein

Bernhard Buchbinders Reportage über das Garser Suppé-Museum enthält einen richtungsweisenden Seitenblick auf eine populäre Wiener Künstlerin, die in Gars offenbar nur als Stellfuhrunternehmersgattin, Spenderin zweier Kirchenfenster (1) sowie Bauherrin zweier geschichtsträchtiger Garser Villen bekannt war: „Heute gibt es draußen schon stattliche Villen. Man trifft auf förmliche Miethkasernen, in denen die Sommerfrischler eingeschachtelt werden. Ein solches …

Manfred Deix: Interview über Tierschutz, Kunst, Kultur & Politik

Im Februar 1992 schrieb der bei Willi Dungl in Gars kurende Karikaturist Manfred Deix einem gewissen „Hans Hupfauf“ folgenden Slogan zu: „Mir macht das Leben keinen Spaß, drum fahr’ ich morgen früh nach Gars!“. Deix' Gars-Aufenthalt ist ein guter Anlass hier jenes ausführliche Interview in Erinnerung zu rufen, das ich Anfang August 1990 mit ihm …

Robert Scheus Garser Durchhalteparolen

Am 25. Juli 1915 erschien im „Berliner Tageblatt“ Robert Scheus Artikel „Der unwahrscheinliche Sommer“, der „Gars, im Kamptal“ als Entstehungsort nannte. Gars hatte dank Kamptalhof großes Entwicklungspotential, aber seine potentiellen Gäste wurden zwischen 1914 und 1918 in Viehwaggons zu Kriegsschauplätzen gekarrt, wo Abermillionen Menschen einander sinnlos abgeschlachtet haben. Damit ist zugleich das Thema von Scheus …

Hanns Eislers Wiederkehr mit Variation

Unter den Garser Sommergästen befanden sich immer wieder Personen, die damals bekannt waren bzw. später berühmt wurden. Ein Beispiel für beides bietet die in Wien lebende Familie Eisler: Der Vater, Rudolf Eisler, war angesehener Kant- Forscher und Philosophiehistoriker, während seine Kinder ab der Zwischenkriegszeit weltberühmt werden sollten. Seine 1895 geborene Tochter, Ruth, wurde zuerst in …

Literarischer Nebenschauplatz Gars

Als Heimito von Doderer zu Weihnachten 1966 stirbt, sorgt sein Tod bei einem seiner Schriftstellerkollegen für besonders heftige Emotionen. Thomas Bernhards Freund Karl Ignaz Hennetmair erinnert sich in seinem Tagebuch über seine Zeit mit Bernhard, wie dieser 1966 auf die Fernsehnachricht von Doderers Ableben reagiert hat: Wir saßen vor Jahren gemeinsam vor dem Apparat, als …

Wo Karl Kraus war, als der österreichische Thronfolger in Sarajewo erschossen wurde

Karl Kraus‘ Gars-Aufenthalt ist nicht wegen seiner Dauer, sondern wegen des Zeitpunktes interessant, da er die Frage beantwortet, wo der Autor des Weltkriegsdramas »Die letzten Tage der Menschheit« war, als am 28. Juni 1914 in Sarajewo die tödlichen Schüsse auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger und dessen Frau fielen. Am Tag des Attentates pendelt Kraus, der sich …

Unser Staatsvertragsgemälde als gemalte Geschichtsfälschung betrachtet

Der akademische Maler Robert Fuchs, der 1979 von Gars als Ehrenbürger ausgezeichnet wurde, war mit der Kamptalsommerfrische teils durch die Heirat mit einer Garserin, (1) teils durch einen Bilderzyklus in der Gertrudskirche verbunden, der die Passion Christi und das Weinwunder zu Kana zeitlich sichtlich in die 1960er Jahre verlegt hatte. Fuchs bekanntestes Werk bleibt allerdings …

Fritz Langs familiäre Gars-Verbindungen

Kurz nach Kriegserklärung und Mobilmachung im Sommer 1914 traf der heute als Filmregisseur weltberühmte Fritz Lang (1890-1976) im Ortsteil Manigfall ein, wo seine Mutter Paula seit 1910 ein Landhaus besaß. Dem Pop-Weltstar Falco war Fritz Langs Gars-Verbindung vermutlich nicht bekannt, als er 1987 die Nachbarsvilla der Familie Lang erwarb, aber die Kenntnis dieser Nachbarschaft hätte …

Stefan Zweigs liebevolle Gars-Beziehung

Im Sommer 1912, dem Jahr des Garser Nächtigungsrekordes, verbrachte die Schriftstellerin Friderike von Winternitz (1882–1971) einmalig vier Monate in Gars. Anlass war der heikle Gesundheitszustand ihrer knapp zwei Jahre alten Tochter Susanna, die an einer schweren Dysenterie erkrankt war, die sich in ein chronisches Leiden verwandelte […]. Heute leicht zu heilen, war dies damals eine lebensbedrohende …

Richard Katauczek: Hochzeitsurlaub in Gars, August 1969

Richard Katauczek: Hochzeitsurlaub in Gars, August 1969 Vorbemerkung Im März 2016 hat mich ein Wiener James-Joyce-Leser wegen meiner Forschung über James Joyces vielfältige Österreich-Verbindungen angeschrieben. Im Lauf der Korrespondenz kam die Rede auf meinen jüngsten Artikel „Gars abseits von Suppé und Falco“, worauf ich erfuhr, dass mein Gegenüber und seine Frau ausgerechnet in Gars ihren …

Die vor der Wahrheit davonlaufen

Drei haltlose Garser Legenden 1.) Gars, führende Sommerfrische Niederösterreichs nach Baden bei Wien Manche Garser behaupten seit Jahrzehnten, dass ihre Heimatgemeinde „gleich nach Baden bei Wien“ die führende niederösterreichische Sommerfrische gewesen wäre. Im Sommer 1978 wurde beispielsweise einer Journalistin der bundesdeutschen Wochenzeitschrift „Die Zeit“ versichert, dass Gars „nach Baden bei Wien“ der führende Sommerfrischeort Niederösterreichs gewesen wäre: …

Begleitender Blog zu „Stars in Gars“

Der die „Stars in Gars“-Ausstellung begleitende Blog ist hiermit in sommerlich frischem „Schönbrunner Gelb“ online. Auf Farbe und Form folgt nun häppchenweise der Inhalt. Ursprünglich wollte ich die bis Ende September 2017 laufende „Stars in Gars“-Ausstellung von Anfang an mit einem Blog und einer Facebook-Seite begleiten. Denn während ich auf der Facebook-Seite vor allem fremde Beiträge (Garsspezifische Medienberichte zu den …

Modelleisenbahn und Schaugärten

Als ich 1972 knapp neun Wochen Sommerferien im Hotel Kamptalhof verbrachte, gab es in Solterers Schaufenster bzw. Geschäft am Dreifaltigkeitsplatz eine Modelleisenbahnanlage von Märklin zu bewundern. Sie bestand aus einer kleinen Modell-Landschaft mit einem Tunnel, einem Haltsignal sowie einem Personen- und Güterzug, die sich auf einem kurzen zweigleisigen Streckenabschnitt ausweichen konnten. Es ist heutzutage kaum …

„Warum die ‚Stars‘ Gars so sehr lieben“

Mit der Überschrift „Warum die 'Stars' Gars so sehr lieben“ macht Redaktionsleiterin Hilda Schwameis die jüngste Ausgabe der „Bezirksblätter Horn“ auf und rückt dabei jene „Zeitreise“ in den Mittelpunkt Ihrer Berichterstattung, die das Zeitbrücke-Museum mit der laufenden „Stars in Gars“-Ausstellung und dem reich bebilderten Ausstellungskatalog bietet. Ihre Bildreportage gehört gesehen, oder?

Hans Wollschlägers „Herzgewächse“

In der ORF-Sendung „Radio Niederösterreich am Vormittag“ über die aktuelle „Stars in Gars“-Ausstellung kam die Rede auf mein Lieblingsbuch, dessen Autor und Titel ich erstmals um 1977 von einem Garser genannt bekam. Bei einer Tasse Tee schwärmte damals Günter Schrammel von seiner aktuellen Lektüre (Arno Schmidts Kurzroman „Brand's Haide“) und verriet, dass er sich auf …

Künstlerischer Fremdenverkehrsreferent

Bei der Ausstellungseröffnung konnten Anton Ehrenberger und ich Susanne Minarz, die Tochter des früheren Garser Fremdenverkehrsreferenten Walter Minarz (siehe Ausstellungskatalog S. 125-128) sowie Enkelin des früheren Garser Gemeindearztes Richard Minarz (siehe Ausstellungskatalog S. 92) persönlich kennenlernen, die uns mehrere Leihgaben aus dem Nachlass ihres Vaters überlassen und zudem folgende Minarz-Zeichnung zur Verfügung gestellt hat, die …

Heute: Ausstellungseröffnung „Stars in Gars. Schaffen und Genießen. Künstler in der Sommerfrische Gars am Kamp“

Das Garser „Zeitbrücke Museum“ erinnert unter dem Ausstellungstitel „Stars in Gars. Schaffen und Genießen. Künstler in der Sommerfrische Gars am Kamp“ an die Geschichte der Sommerfrische Gars von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, wobei ausgewählte Künstlerinnen und Künstler im Mittelpunkt stehen, die im Lauf der Zeit in Gars auf Sommerfrische waren. Der andere Ausstellungsschwerpunkt sind …

ORF, Ö1-„Leporello“ über „Stars in Gars“

Anlässlich der Ausstellung „Stars in Gars“ bringt die Ö1-Sendung „Leporello“ am Freitag, den 7. April 2017, zwischen 7:52 und 8:00 Uhr Interviews mit dem Akkordeonisten Otto Lechner und seiner Frau, der Schauspielerin Anne Bennent, die seit mehreren Jahren in Gars leben sowie anhand zweier Interviews mit dem Leiter des Zeitbrücke-Museums Anton Ehrenberger und dem Kulturpublizisten …

Rosemarie Isopps „Autofahrer unterwegs“ in Gars

Im Sommer 1968 diente der Festsaal des Hotel Kamptalhofes als Studio für eine Live-Übertragung der legendären „Österreich Regional“-Radiosendung „Autofahrer unterwegs“. Die von Rosemarie Isopp moderierte und bundesweit ausgestrahlte Sendung war der Auftakt für das Große Garser Sommerfest und bot Gars die Chance, sich österreichweit als attraktive Sommerfrische zu präsentieren. Diese Werbemaßnahme hat sich offenbar so …

„Stars in Gars“ von 11 – 12 Uhr Thema in ORF „Radio Niederösterreich am Vormittag“

Die „Stars in Gars“-Ausstellung des „Zeitbrücke-Museum“ ist heute von 11:04 bis 12 Uhr Gesprächsthema in „Radio Niederösterreich am Vormittag“. Aus der ORF-Programm-Ankündigung:  „Am Freitag, den 7. April 2017, wird im Garser „Zeitbrücke-Museum“ die Ausstellung „Stars in Gars“ über die Geschichte der Sommerfrische Gars eröffnet. Schon heute, Mittwoch, ist der Literaturwissenschaftler und Kulturpublizist Andreas Weigel, der für …

April, April: „Chinesisches Zentrum“ wird „Falco Fan-Welten“

Wie die Garser Falco-Fachfrau Anni Graeff gleich richtig erkannt hat, handelt es sich bei der „Falco-Fan-Welten“-Meldung weder um „Fake News“ noch um „alternative Fakten“, sondern einfach um einen altmodischen April-Scherz. Die dabei verwendeten O-Töne stammen selbstredend von André Heller und Martin Falk. Nur die Formulierung „starker poetischer Muskel“ ist eine Schöpfung des legendären Schabernack-Großmeisters Helmut …

Chinesisches Zentrum: Falco Fan-Welten

Der frühere Gars-Besucher André Heller, der 1995 die „Swarovski Kristallwelten“ im Tiroler Wattens geschaffen hat, die inzwischen zu den heimischen Top-Tourismus-Zielen zählen, wird das zwischen Garser Kurpark und Kamp gelegene, meist brach liegende „Chinesische Zentrum“ zu „Falco Fan-Welten“ verwandeln. Hellers Würdigung für Falco liegt nahe, weil der umtriebige Kultur-Tausendsassa den Wahl-Garser Falco als „starken poetischen …

ORF, Ö1, Diagonal: Sommerfrische zum Nach- bzw. Wiederhören

Das audiovisuelle Archiv der „Österreichischen Mediathek“ bietet zahlreiche zeitgeschichtlich interessante ORF-Radio-Sendungen kostenlos zum Nachhören an. Unter anderem diese verlinkte Ö1-Diagonal-Sendung zum Thema Sommerfrische. Die Sendung wurde im Spätsommer 1994 erstausgestrahlt und am 3. Juni 1995 wiederholt. ORF, Ö1: Diagonal. Radio für Zeitgenossen zum Thema Sommerfrische. Mit der Stadt aufs Land. Reportagen aus traditionellen Sommerfrische-Regionen. Präsentiert von …

Ausstellungskatalog online bestellbar

Stars in Gars. Schaffen und Genießen. Künstler in der Sommerfrische. Herausgegeben vom Museumsverein Gars, Zeitbrücke-Museum Gars. 210 Seiten mit ca. 200 teils färbigen teils Schwarz-Weiß-Abbildungen (2017). Preis: 16.- Euro. ISBN 978-3-9504427-0-0. Klappentext: Der vorliegende Band ist eine Hommage an Gars als Sommerfrische. Er erinnert an einige jener Künstler, die im Lauf von knapp 150 Jahren …

Vorschau „Stars in Gars“-Ausstellung

Ausstellungskurator Anton Ehrenberger hat gestern Nachmittag in dem von ihm geleiteten Zeitbrücke-Museum Gars dieses Foto aufgenommen, das „einen ganz guten Eindruck von der Ausstellung als 'work in progress'“ gibt. Aus der Kleiderpuppe wird demnächst noch ein waschechter Falco-Fan .

Zum Weltfrauentag 2017: Gisala Laferl

Die Wahl-Garserin Gisela Laferl (1884 - 1968) ist im Frühjahr 1920 von Wien nach Kamegg gezogen, wo die Eltern ihres Mannes lebten. Die in der Steiermark geborene Gisela Laferl hatte mehrere Jahre als Hausangestellte in der Schweiz gearbeitet, bevor sie 1910 nach Wien zurückkehrte und Gründungsobfrau des 1911 gegründeten „Verbandes der Hausgehilfinnen, Erzieherinnen, Heim- und …

Spät, aber doch nicht: Hotelbau-GmbH

Was Gars zum Aufstieg zur führenden Kamptalsommerfrische fehlte, war ein stattliches Hotel mit allem Komfort, wie Rosenburg eines seit Mai 1894 hatte, wovon es als Sommerfrische enorm profitierte: „Das Hotel Rosenburg wurde nicht, wie viele andere Hotelbauten der Jahrhundertwende, von einem einzelnen ortsfremden Unternehmer erbaut, sondern von einer Hotelgesellschaft, die sich aus Rosenburger und Horner …

Aviso: Stars in Gars. Künstler in der Sommerfrische Gars-Thunau am Kamp

Das Garser „Zeitbrücke Museum“ erinnert unter dem Ausstellungstitel „Stars in Gars. Schaffen und Genießen. Künstler in der Sommerfrische Gars am Kamp“ ab 7. April 2017 an die Geschichte der Sommerfrische Gars von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, wobei einige ausgewählte Künstlerinnen und Künstler im Mittelpunkt stehen, die im Lauf der Zeit in Gars auf Sommerfrische …