Franz von Suppè (2019)

 

Franz von Suppè (1819-1895). Musiker. Menschenfreund. Ehrenbürger von Gars.

Nach der erfolgreichen „Stars-in-Gars“-Ausstellung (2017) widmen sich Anton Ehrenberger (Leiter des „Zeitbücke-Museums“) und der Germanist und Theaterwissenschaftler Andreas Weigel der Jubiläumsausstellung zu Franz von Suppès 200. Geburtstag (Foto: Rupert Kornell)
Nach der erfolgreichen „Stars-in-Gars“-Ausstellung (2017) widmen sich Anton Ehrenberger (Leiter des „Zeitbücke-Museums“) und der Germanist und Theaterwissenschaftler Andreas Weigel der Jubiläumsausstellung zu Franz von Suppès 200. Geburtstag (Foto: Rupert Kornell)

Jubiläumsausstellung 200 Jahre Franz von Suppè vom 7. Juni bis 6. Oktober 2019 im „Zeitbrücke-Museum“ (3571 Gars, Kollergasse 155).

Heuer vor 200 Jahren wurde Franz von Suppè geboren, der seinen Namen selbst stets „Suppè“ geschrieben hat, weshalb die aktuelle Namensschreibung jener des Komponisten folgt. In Gars am Kamp, wo Suppè in den Jahren 1876 bis 1879 auf Sommerfrische war und zwischen 1879 und 1895 seinen Landsitz hatte, feiert das „Zeitbrücke-Museum“ den 200. Geburtstag des Komponisten ab 7. Juni 2019 (Franz und Sofie von Suppès „Verlobungstag“ ) mit einer Jubiläumsausstellung und einer reich bebilderten Begleit-Publikation. Gezeigt werden ausgewählte Archiv- und Depot-Stücke aus Suppès Privatbesitz, deren Großteil zwischen 1896 und 1908 in Suppès Garser Landhaus zu sehen waren, wo Suppès Witwe in seinem einstigen Arbeitszimmer ein öffentlich zugängliches Suppè-Museum eingerichtet hatte.

Aus Sorge, dass dieser musiktheatergeschichtlich wertvolle Nachlass nach ihrem Ableben in alle Himmelsrichtungen verstreut werde, hat Suppès Witwe ihr Garser Museum 1902 den „Städtischen Sammlungen der Stadt Wien“ geschenkt. 1908 wurden die Schaustücke in Gars abgeholt und eine Auswahl davon zwischen 1912 und 1932 in einem eigens eingerichteten Suppè-Zimmer präsentiert.

Dieses Suppè-Zimmer wurde 1932 aufgelassen und seine Bestände um 1941 zwischen „Historischem Museum“ (heute: „Wien Museum“) und der „Stadt- und Landesbibliothek“ (heute „Wienbibliothek“) entsprechend den jeweiligen Sammlungsschwerpunkten aufgeteilt. Dank der freundlichen Unterstützung des „Wien Museums“ kann das Garser „Zeitbrücke-Museum“ in seiner Suppè-Jubiläumsausstellung und Begleit-Publikation erstmals seit 1932 eine große Auswahl der in Vergessenheit geratenen Schau- und Erinnerungsstücke der breiten Öffentlichkeit teils als Objekte, teils als Fotografien zugänglich machen.

Zu sehen sind beispielsweise das färbige Familien-Wappen der Suppès, Porträts von Suppè (unter anderem mit „Böhmischen Musikanten“, als „Ritter Knauf“, als „russischer General“), seinen Eltern, Porträts von Suppès Künstler-Kollegen und Kolleginnen mit persönlichen Widmungen für Suppè, Isa Jechls Aquarell „Suppé-Museum“, Ehren-Urkunden, ein silberner Lorbeerkranz, Suppès makabre Anstecknadel, Brille, Flöte, Taktstock, gruftige Schnupf-Tabakdose sowie Stammbäume seiner gesamten Familie (Vorfahren, Nachkommen, seiner beiden Ehefrauen), wofür die erforderlichen Lebensdaten teils von Andreas Weigel, größtenteils von Christine Steininger eigens in Kirchenbüchern recherchiert wurden.

Als Leihgaben der „Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek“ sind das Gästebuch von Sofie von Suppès Garser Suppè-Museum, Suppès autobiografischer Vormerkkalender, sein Garser Notizbuch sowie das theatergeschichtsträchtige Kochbuch zu sehen, dessentwegen er im Herbst 1875 die Arbeit an der Komposition von „Fatinitza“ (1876) vernachlässigt hat. Zudem werden erstmals anhand amtlicher Akten und privater Dokumente verbriefte biografische Fakten vorgelegt, die Ergebnis intensiver Recherchen sind und vieles, was bislang über Suppès Leben und Werk veröffentlicht wurde, grundlegend korrigieren.

Ausstellung „200 Jahre Franz von Suppè“

200-Jahre-Franz-von-SuppèAusstellungszeitraum

7. Juni 2019 bis 6. Oktober 2019

Ausstellungstage

Samstags, sonn- und feiertags, jeweils 10 Uhr – 12 Uhr und 14 Uhr – 17 Uhr

Zusatz-Öffnungszeiten (jeweils von 15 bis 18 Uhr) an den „Fidelio“-Aufführungstagen der „Oper Burg Gars“: Dienstag, den 23. 7., Donnerstag, den 25. 7., Donnerstag, den 1.8., Dienstag, den 6. 8. und Donnerstag, den 8. 8.2019, (jeweils von 15 bis 18 Uhr).

Ausstellungsort

Zeitbrücke-Museum
Kollergasse 155
3571 Gars am Kamp

Nähere Details

*) Zum 200. Geburtstag: Grundlegende Korrektur von Franz von Suppès Biografie

*) Presseinformation des „Zeitbrücke-Museums“ zum Suppè-Jahr 2019

Garser Suppè-Veranstaltungen

27. April 2019: „Salut Suppè“

Am 27. April 2019 steht anlässlich Franz von Suppès 200. Geburtstag das Geburtstagskonzert „Salut Suppè“ auf dem Programm der „Oper Burg Gars“. Dabei wird unter anderem Suppès Verbindung mit Bertha von Suttner, die im benachbarten Schloss Harmannsdorf wohnte, erörtert.

29. Juni 2019: „Suppè-Operetten-Gala“

Am 29. Juni 2019 werden bei der Suppè-Operetten-Gala Kammersängerin Ildikó Raimondi und der Tenor Herbert Lippert gemeinsam mit der „Klangvereinigung Wien“ sowie dem „Oper-Burg-Gars-Orchester“ unter der Leitung von Johannes Wildner auf der Bühne der Garser Burgruine beliebte Melodien aus Suppès Meisterwerken „Bocaccio“, „Die schöne Galathée“ und „Leichte Kavallerie“ aufführen.

6. Oktober 2019: Franz-von-Suppè-Serenade

„Franz von Suppè-Serenade im Rahmen der Serenadenkonzerte des Landes Niederösterreich“. Kompositionen und Briefe von Franz von Suppè und Zeitgenossen. Mit Cornelia Horak (Sopran), Franz Gürtelschmied (Tenor), Mennan Berveniku (Klavier) und Christoph Wagner-Trenkwitz (Moderation). Sonntag, 6. Oktober 2019, 17.00 Uhr, Burg(ruine) Gars am Kamp.