Literarische Weihen für die Kamptal-Sommerfrische Gars-Thunau

Ein literarischer Beleg für Gars’ wachsende Bekanntheit ist Karl Hans Strobls (1877–1946) Kriminalroman „Madame Blaubart“, der zwischen 22. Jänner und 6. April 1911 als tägliche Fortsetzungsgeschichte im „Neuen Wiener Tagblatt“ abgedruckt wurde. (1) Der Roman war so populär, dass er wiederholt in Zeitungen nachgedruckt, (2) als Buch aufgelegt und zwei Mal verfilmt wurde: Er war …

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Vergnügungszüge ins Kamptal

Ab Juli 1889 konnte man Gars direkt mit der Kamptalbahn erreichen, wodurch sich die Fahrzeit ab Wien auf zweieinhalb Stunden verkürzte und die Anreise in die Sommerfrische nicht nur schneller und komfortabler, sondern auch preiswerter wurde. Die neue Bahnstation Gars-Thunau war über Herzogenburg mit der Westbahn sowie über Hadersdorf und Sigmundsherberg mit Wien verbunden, weshalb …

Ausstellender Künstler: Jochen Sengseis

Jochen Sengseis Busserlzug, 2017 (Keramik) Suppé – Boccaccio, 2017 (Keramik) Metropolis, 2017 (Keramik) Dritter Anschlag auf die Hitler-Eiche, 2017 (Keramik) 1.) Busserlzug: Im Jahre 1889 wurde die Kamptalbahn mit der Station Gars-Thunau eröffnet. Mit dieser Innovation setzte der Sommerfrischetourismus ein. Es gehörte zum guten Ton, Ehefrauen mit Kindern samt Dienstboten in den Sommermonaten aufs Land zu schicken, währenddessen die …

Ausstellende Künstlerin: Ulrike Schwach

Ulrike Schwach   Briefmarken-Sonderedition Nr. 1–4 / Sommerfrische Gars am Kamp, 2017 (Digitaldruck auf Papier) Die Grundlage der Briefmarken-Serie bilden Zitate aus dem Buch „Geliebte Sommerfrische“ der Schriftstellerin Trude Marzik (1923–2016), die schon als Kind und auch später in ihrem Leben die Sommerfrische im Kamptal verbrachte. Sie beschreibt in ihrem Buch detailgenau ihre persönlichen Erlebnisse im …

Drei haltlose Garser Legenden: führende Sommerfrische, Original-Busserlzug und Entstehungsort von Suppés „Boccaccio“

1.) Gars, führende Sommerfrische Niederösterreichs nach Baden Manche Garser behaupten seit Jahrzehnten, dass ihre Heimatgemeinde „gleich nach Baden bei Wien“ die führende niederösterreichische Sommerfrische gewesen wäre. Im Sommer 1978 wurde beispielsweise einer Journalistin der bundesdeutschen Wochenzeitschrift „Die Zeit“ versichert, dass Gars „nach Baden bei Wien“ der führende Sommerfrischeort Niederösterreichs gewesen wäre: „1912 hatte Gars fast 80 000 Übernachtungen …